Fieses Erwachen. Nachdem ich die Nacht laenger arbeiten war und erst um 6 nach hause gekommen bin, haben die Rueckholreflexe nach dem Anruf eines Kollegen perfekt funktioniert. Ohne eigentlich zu wissen, warum, stand ich nur 23 Minuten spaeter zerknautscht an der Kaffeemaschine, um von Cpunkt auf den Boden der Realitaet gebimmelt zu werden. Eigentlich stand eine Vorlesung an. In Adlershof. Und keine 10 Minuten spaeter fand ich mich auf dem Berliner Ring wieder. Teils, weil es tagsueber der schnellste Weg von Fast-pankow nach Fast-gruenau ist, teils, weil ich noch keinen 1,9l Turbodiesel auf der Autobahn gefahren bin. Nachdem ich 20 Minuten vor mich hingeduest bin und immer noch nicht Marzahn vorbeigerauscht war, wurde mir langsam bewusst, dass ich den Ring falschrum reingefahren bin. In meiner kindlichen Freude, dies festgestellt zu haben und einer herrlichen Naivitaet, die Laenge des Rings betreffend, fuhr ich also froehlich weiter, weil die Richtung (lt. Matheunterricht 4. Klasse) so eigentlich egal ist, auf einem Kreis kommt man zum Ziel. Eine Stunde spaeter hab ich es dann doch geschafft. Und freute mich nun auf eine [toll nerdige](http://www.informatik.hu-berlin.de/Studieren/kvv/aktuell/hsprakt.shtml#hs_pi_ia-64versus) Vorlesung, die mir den [IA-64](http://www.intel.com/products/server/processors/server/itanium/index.htm?iid=sr+64&) nahe bringen sollte. Vorher hatte ich aber noch damit zu kaempfen, das Kfz zu parken. Es sind inzwischen zu viele Erstis mit zuviel Geld von Mami und Papi am Institut. Zu meiner Zeit.... aber, was beklag ich mich. Der Prof. war einigermassen fit, aber praesentierte nur Binsenweisheiten, der Uebungsgruppenleiter hatte sich die entscheidenen Folien bei Intel kopiert und ich hatte nach so 20 Minuten den Ueberblick ueber die Features und Philosphie des Prozessors. Dummerweise hoerte er nach 20 Minuten nicht auf und es begannen peinliche Detailanalysen, die er mit diebischem Stolz praesentierte. Das gesamte Seminar durfte all die kleinen Feinheiten kredenzt bekommen, die der sichtlich angetane Doktorant entdeckt (oder verstanden) hat. Eher nicht einladend, wenn Teilnahme an der Uebung Voraussetzung fuer Schein und Pruefung ist, werde ich es wohl kicken muessen. Der IA64 hat diverse Features eingebaut, die sich eigentlich ganz spannend anhoeren, wenn man ein Compiler _ist_. Er wurde um typischen, von Compilern generierten, Sourcecode, respektive statistischen Analysen darueber, designed. Man kann immer nur 3 Instruktionen im Bundle schreiben und wird noch ziemlich eingeschraenkt darin, welchen Teil des Prozessors pro parallel ausgefuehrtem Bundle die einzelnen Instruktionen nutzen koennen. Da ich den ARM-Assembler liebgewonnen hab, der sich fast wie BASIC programmiert, kann ich dem IA64 eigentlich nichts abgewinnen. Nach weiterer fleissiger Arbeit und einigem Wuehlen in meinem Coding-Verzeichnis fiel mir noch [dieser lokale Exploit](http://packetstormsecurity.nl/9909-exploits/FreeBSD_DoS.txt) fuer FreeBSD seit 3.0 wieder in die Hand. Ich hatte damals eine Mail an die Security Officers geschickt, aber keine Antwort erhalten. Und noch heute funktionierte der Exploit. Da haben unsere Helden den [commit](http://www.freebsd.org/cgi/cvsweb.cgi/src/sys/kern/vfs_cache.c?rev=1.38.2.3&content-type=text/x-cvsweb-markup) in den RELENG3 branch nicht in die 4 uebernommen und den Bug seitdem froehlich mitgeschleppt. Fuer alle, die sich ihr FreeBSD gegen diesen Exploit sichern wollen, hat der Cryx [hier](http://outpost.h3q.com/patches/) die Patches hingelegt. Zudem hat er noch eine Mail an die Security Officers los geschickt. So richtig hoffnungsvoll bin ich aber nicht. Zudem kam beim Recherchieren [noch einer](http://packetstorm.widexs.nl/9908-exploits/freebsd_DoS.txt) raus. Auf einem nfs-server bricht der schon Genicke. Bleibt eigentlich nur noch *sigh*...