Medienschwemme

Nun bin auch ich darauf reingefallen. Ich wollte es ja erst nicht wahrhaben und habe mich insgeheim bei anderen darueber aufgeregt. Oder zumindest lustig gemacht. Wenn die Eintraege in den Blogs immer kuerzer werden, oder ganz in die Mikroblogging-Welt verschwinden. Wenn die Beitraege fuer Printmedien immer spaerlicher werden, weil man ja nicht wisse, worueber man denn schreiben solle, aber gleichzeitig den kastrierte-Web-SMS-Service mit einer Publikation verwechselt.

Es ist ja auch wirklich einlullend. Je mehr Accounts ich mir in dieser Netzwelt eingerichtet hatte, desto mehr schrien all diese Medien nach meiner Aufmerksamkeit und meinem Input. Damit sich auch keiner zu kurz gekommen fuehlt, der extra mein "Freund" geworden ist, um den Beitraegen in einem dieser Medien zu folgen, verknuepfte ich all diese Medien automatisiert. Dazu musste ich mich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen. Fuer elend geringe Werte von kleinst.

Aus diesem Grunde aggregiert meine Suppe deswegen seit geraumer Zeit nur noch meine Twitternachrichten. Diesem Feed, den ich eigentlich nur zum Saufeinladungen verschicken und anzuegliche Herrenwitzchen machen eingerichtet hatte, folgen inzwischen ueber 270 Leute, von denen ich die wenigsten kenne. Was habe ich mir auch dabei gedacht, diese ganzen Mikro-Bloggingservices auszuprobieren, die fuer Leute sind, denen Bloggen mit vi zu anstrengend ist? Die Schwelle ist gering. Dass die Schwelle gering ist, ist aber nicht per se etwas Gutes. Ich kann von unterwegs mit meinem Phone bloggen. Prima. Fuer eine re:publica-wuerdige Definition von "Bloggen".

Was nun das Schlimme ist: die Zeit, die ich den ganzen hippen "jetzt wirklich wirklich"-Diensten hinterhernerde, geht mir von der Zeit ab, die ich mir frueher fuers Texteschreiben genommen habe. Oder anders: 50 Tweets machen nur von der Zeichenzahl her einen Blogpost und sind genauso nahrhaft wie Gratisbonbons beim Gebrauchtwagenhaendler.

Konsequenz: Twitter ist lokal. Suppe gibt's nur noch per /everyone. Eigenblog rockt!

Datenmessie

Es gibt so Tage, da liebe ich mein Heimatland einfach. Die ganzen vermufften spiessigen Strukturen, das braesige Bildungsbuergertum und ihre Ordnungsliebe.

Heute war so ein Tag. Nach der Investition von nur 41EUR habe ich nun meine Sammlung komplett. 12 Jahre digitale Fernmeldegeschichte nur eine handbreit entfernt und niemand kann mich mehr aufhalten. Aber der Reihe nach.

Wie schon in Die Datenschleuder #77 (Seite 26) und Die Datenschleuder #86 (Seite 63) angedeutet, habe ich eine – nennen wir es – Sammelleidenschaft fuer elektronisch erfasste Telefon-Teilnehmerverzeichnisse. Gut, man kann argumentieren, dass sich die wirklich spannenden Leute eh nicht dort eintragen lassen, dass die automatisierte Auswertung datenschutzrechtliche Fragen beruehrt, dass dort bewusst falsche Datensaetze eingetragen wurden, um Kopien von Konkurrenten zu entdecken.

Man kann aber nicht leugnen, dass sich aus den Informationen zumindest spannende Trends ableiten lassen. Dass sich diese Trends wieder auf den Einzelnen anwenden lassen und so ein buntes, bewegtes Bild Deutschlands gewinnen laesst.

Vor ungefaehr einem Jahr wurde mir klar, dass man mit den wenigen Momentaufnahmen, die ich aus sportlichen Gruenden aus dem Telefonbuch gewonnen habe, keinen langfristigen Blumentopf gewinnen kann. Und wenn ich eh immer die neueste Version der Daten brauche, dann koennte ich gleich ein Archiv anlegen.

Mein erster Gedanke war natuerlich eBay, die Ausbeute dort jedoch nicht sehr ergiebig. Bevor ich in einem hellen Moment mal google ausprobierte und mit der Nase auf amazon gestossen wurde, ging die Akquise nur sehr schleppend voran, da auch keiner meiner bekannten Nerds (sonstige Freunde sowieso nicht) so alte CDs/DVDs in ihren Grabbelkisten finden konnte oder wollte, so sie meine Nachfragen ueberhaupt fuer voll genommen hatten.

Haendler, die noch auf Restposten der diversen Jahrgaenge sassen, freuten sich natuerlich die Platze, fuer den Plastemuell noch den einen oder anderen Euro (in Einzelfaellen gar den unverschaemten Neupreis) zu verdienen, um ihre Lagerflaechen zu entlasten. Bei der Herbstausgabe 1998 war aber auch hier die Antiquitaetsgrenze erreicht, auch, wenn lustigerweise immer noch einzelne Haendler Fruehjahr '98 im Inventar listen, um mir dann bei Bestellung aus "Fehlinventarisierungsgruenden" abzuspringen oder – aus Vorfreude aufs Paket-Sicht noch schlimmer – einfach die aktuell verfuegbare Nachfolger-CD zu schicken.

Die Recherche erbrachte interessanterweise noch andere Interessenten an den Scheiben, naemlich Hobby-Ahnenforscher. Und dort fand ich dann endlich den Schluessel fuer die noch fehlenden Telefonbuecher: Bibliotheken. Auch, wenn natuerlich keine der oeffentlichen Bibliotheken antike Telefonbuch-CDs rumliegen hat, kann man sich ueber das Konzept der Fernleihe alle deutschlandweit verfuegbaren Exemplare zukommen lassen. Und nachdem ich auch noch in das Erlernen des Unterschieds zwischen Staats- und oeffentlichen Bibliotheken 25 Euro investieren durfte, befinden sich nunmehr alle Silberscheiben auf dem direkten Wege zu mir.

Ein Hurra auf ein Land, das Literatur nicht einfach verbrennt oder irgendwo vergammeln laesst, sondern fein saeuberlich aufbewahrt. Und ein verstaendnisloses Dreinstieren, wenn man den Fakt bedenkt, dass nun vier fragile Plastedatentraeger mit ein paar Megabyte historischer Informationen durch Deutschland gekarrt werden, wo es doch nun sogar fuer elektronische Medien eine digitale Ausleihe gibt.

Zugegeben, der Umstand, dass man dort die elektronischen Werke "ausleihen" und "zurueckgeben" muss und dass jeweils nur ein "Exemplar" "ausgeliehen" werden kann, macht einen nachdenken. Fuer meinen Fall spielt das aber leider keine Rolle.

Fuer meine werte Leserschaft nun noch die – in Saisonhinsicht relativ vollstaendige – Liste der bei mir verfuegbaren Ausgaben. Aufgefuehrt, damit Hacker mit aehnlichem Hobby auf der google-Suche vielleicht hier vorbeikommen und sich die Recherchearbeit sparen. Auch eventuelle Sachspender koennen hier ueberpruefen, ob ihre zuhause verstaubende CD noch nutzbringend Anwendung finden kann. Ueber die 4 CDs von 1996 bis Fruehjahr 1998 wuerde ich mich natuerlich immernoch freuen, da ein kurzfristiger Blick auf die Bibliotheksversion lange nicht so spannend ist, wie der Besitz des Originals. Ansonsten sind die "Map&Route"-Versionen der Telefonbuecher immer gerne genommen, weil auf denen Geokoordinaten Hausnummern- statt Strassen-genau mitgeliefert werden.

In der Tabelle steht links D2 fuer DVD, Stand Februar und C9 fuer CD, Stand September des jeweiligen Jahres. I bedeutet, dass ich ein ISO oder einen Dump des Datenverzeichnisses habe, Minus heißt, daß ich die CD nicht habe. Kommata im Namen wurden an Zeilenumbruechen auf dem CD/DVD-Cover eingefuegt, Punkte verbatim kopiert und bei "DasTelefonbuch" habe ich kein Space vergessen, das heisst seit Herbst 2003 wirklich so.

Vor Ort, M&R Vor Ort, ohne M&R Nur Image Fehlt Redundant
I4/5/6 Teleauskunft 1188 Telefon-Teilnehmer Gesamtausgabe
Deutsche Postreklame, (Dataware) 1992
?
I10 Teleauskunft 1188 Telefon-Teilnehmer, Oktober 1995 ?
I1 Telefon-Teilnehmer Gesamtausgabe, Januar 1996 3-931424-01-4
I2 Telefonbuch für Deutschland, Version 1.0 [1996] 3-931424-09-X
I2 Telefonbuch für Deutschland, Frühjahr 1997 3-931424-37-5
C8 Telefonbuch für Deutschland, Herbst 1997 3-931424-45-6
I1 Telefonbuch für Deutschland, Frühjahr 1998 3-931424-50-2
C8 Telefonbuch für Deutschland, Herbst 1998 3-931424-60-X
C8 Telefonbuch für Deutschland Map & Route, Herbst 1998 3-931424-65-0
C1 Telefonbuch für Deutschland, Frühjahr 1999 3-931424-67-7
C9 Das Telefonbuch. Für Deutschland, Herbst 1999 3-931424-74-X
C10 Das Telefonbuch. Map & Route. Für Deutschland, Herbst 1999 3-931424-76-3
C2 Das Telefonbuch. Für Deutschland, Frühjahr 2000 3-931424-80-4
C8 Das Telefonbuch. Für Deutschland, Herbst 2000 3-931424-89-8
C2 Das Telefonbuch. Für Deutschland, Frühjahr 2001 3-931424-98-7
D2 Das Telefonbuch und GelbeSeiten. Map&Route. Frühjahr 2001 3-934073-03-6
C5 Das Telefonbuch. Für Deutschland, Sommer 2001 ?
C8 Das Telefonbuch. Für Deutschland, Herbst 2001 3-934073-04-2
C8 Das Telefonbuch. Map&Route. Für Deutschland, Herbst 2001 3-934073-05-0
I11 Das Telefonbuch. Für Deutschland, Winter 2001 ?
C2 Das Telefonbuch. Für Deutschland, Frühjahr 2002 3-934073-14-X
D8 Das Telefonbuch und Gelbe Seiten. Map&Route. Herbst 2002 3-934073-26-3
D2 Das Telefonbuch und Gelbe Seiten. Map&Route. Frühjahr 2003 3-934073-30-1
C8 DasTelefonbuch, Deutschland, Herbst 2003 3-934073-36-0
C2 DasTelefonbuch, Map&Route, Frühjahr 2004 3-934073-44-1
C8 DasTelefonbuch, Map&Route, Herbst 2004 3-934073-52-2
C2 DasTelefonbuch, Map&Route, Frühjahr 2005 3-934073-61-1
D2 DasTelefonbuch, Gelbe Seiten, Map&Route, Frühjahr 2005 3-934073-64-6
C8 DasTelefonbuch, Deutschland, Herbst 2005 3-934073-68-9
C8 DasTelefonbuch, Map&Route, Herbst 2005 3-934073-69-7
C2 DasTelefonbuch, Deutschland, Frühjahr 2006 3-934073-75-1
D2 DasTelefonbuch, Gelbe Seiten, Map&Route, Frühjahr 2006 3-934073-79-4
C8 DasTelefonbuch, Deutschland, Herbst 2006 3-938913-01-0
C2 DasTelefonbuch, Deutschland, Frühjahr 2007 3-938913-08-6
D2 DasTelefonbuch, Gelbe Seiten, Map&Route, Frühjahr 2007 3-938913-10-9
D8 DasTelefonbuch, Gelbe Seiten, Map&Route, Herbst 2007 3-938913-18-5
D2 DasTelefonbuch, Gelbe Seiten, Map&Route, Frühjahr 2008 3-938913-23-9
C8 DasTelefonbuch, Deutschland, Alles in einem, Herbst 2008 3-938913-27-7
D8 DasTelefonbuch, Gelbe Seiten, Map&Route, Herbst 2008 3-938913-29-1
D2 DasTelefonbuch, GelbeSeiten, Map&Route, Frühjahr 2009 3-938913-37-6
D8 DasTelefonbuch, GelbeSeiten, Map&Route, Herbst 2009 3-938913-43-7
I2 DasTelefonbuch, GelbeSeiten, Map&Route, Frühjahr 2010 3-938913-47-9
C9 DasTelefonbuch, Deutschland, Alles in einem, Herbst/Winter 2010/11 3-938913-50-5
D9 DasTelefonbuch, Gelbe Seiten, Map&Route, Herbst/Winter 2010/11 3-938913-51-2
D3 DasTelefonbuch, Gelbe Seiten, Map&Route, Frühjahr/Sommer 2011 3-938913-61-1
D9 DasTelefonbuch, Gelbe Seiten, Map&Route, Herbst/Winter 2011/12 3-938913-68-0
D3 DasTelefonbuch, Gelbe Seiten, Map&Route, Frühjahr/Sommer 2012 3-938913-71-0
D9 DasTelefonbuch, Gelbe Seiten, Map&Route, Herbst/Winter 2012/13 3-938913-77-2
D3 DasTelefonbuch, Gelbe Seiten, Map&Route, Frühjahr/Sommer 2013 3-938913-83-3
D9 DasTelefonbuch, Gelbe Seiten, Map&Route, Herbst/Winter 2013/14 3-938913-89-5
D3 DasTelefonbuch, Gelbe Seiten, Map&Route, Frühjahr/Sommer 2014 3-938913-92-5
D9 DasTelefonbuch, Gelbe Seiten, Map&Route, Herbst/Winter 2014/15 3-938913-95-6
D3 DasTelefonbuch, Gelbe Seiten, Map&Route, Frühjahr/Sommer 2015 4-280001-007024
D9 DasTelefonbuch, Gelbe Seiten, Map&Route, Herbst/Winter 2015/16 4-280001-007055
D3 DasTelefonbuch, Gelbe Seiten, Map&Route, Frühjahr/Sommer 2016 4-280001-007086
D9 DasTelefonbuch, Gelbe Seiten, Map&Route, Herbst/Winter 2016/17 4-280001-007116
D3 DasTelefonbuch, Gelbe Seiten, Map&Route, Frühjahr/Sommer 2018 4-280001-007208
D9 DasTelefonbuch, Gelbe Seiten, Map&Route, Herbst/Winter 2018/19 4-280001-007239

Wahle beobachte

Ich bin einer von denen. Einer von diesen Stressern, die herumfahren und dabei zugucken, wie andere Leute Wahlen abhalten. Wahlen mit Wahlcomputern, um genau zu sein. Und sich das dann alles aufschreiben und stumm nicken oder murmeln oder mit dem Kopf schuetteln.

Ich bin aber auch einer von denen, die dann im Namen des CCC an Pressemitteilungen schreiben und garstige Dinge ueber unsere Demokratie sagen. Und ueber die Wahlhelfer und die Ablaeufe und die Firmen, die versuchen, an der Wahl Geld zu verdienen.

Zwischen diesen Persoenlichkeiten klafft eine Luecke. Wenn ich da draussen in fremden Doerfern im Rathaus stehe, oder vor Politikern, mit denen ich eigentlich nichts zu tun habe, dann faellt mir die Artikulation ploetzlich schwer. Dann stehe ich naemlich genau den Leuten gegenueber, die ich doch eigentlich meine.

In dieser Konfrontation muss ich dann zu hoeflichen Floskeln greifen. Da stehe ich im Wahllokal vor den Wahlleitern. Dann muss ich Dinge sagen wie "natuerlich denke ich nicht, dass hier bei den Wahlen betrogen wird". Und das, wo ich doch eigentlich Dinge meine wie "Sie sind doch verdammt nochmal Beamter und haben einen Eid auf dieses Land geschworen und sollten sich darueber freuen, dass dieses Land Sie sicher und solide bezahlt und es sollte ihnen die zwei Stunden extra Auszaehlen wert sein."

Und dann stehe ich vor den Lokalpolitikern. Und da muss ich auch Dinge sagen wie "natuerlich denke ich nicht, dass hier bei den Wahlen betrogen wird". Und das, wo ich doch eigentlich Dinge meine wie "Woher zum Geier soll ich wissen, dass Sie nicht betruegen. Ich kenne sie doch gar nicht. Und ich kenne auch keinen der Wahlvorstaende hier. Und Sie sind verdammt nochmal in der gluecklichen Lage, das Vertrauen Ihrer Waehler zu geniessen und die Verantwortung, die diese an Sie delegiert haben. Und Sie sollten diese Legitimation ueber jeden Zweifel erhaben auch in der Wahl gewonnen haben."

Und dann sitze ich vor den Firmen, die den Gemeinden Wahlcomputer aller Coleur verkaufen wollen. Und dann sage so Dinge wie "Natuerlich denke ich nicht, dass ihre Wahlcomputer bei den Wahlen betruegen, aber..." Und das, wo ich doch eigentlich Dinge meine wie "Ihr wollt verdammt nochmal mit eurer Dilettantenhard- und software an der Demokratie verdienen. Und ihr werdet damit den Boesen Werkzeuge in die Hand geben, Wahlen zu ihrem Gunsten manipulieren zu koennen. Deswegen ist es eure Aufgabe, eine Transparenz herzustellen, die alle – und auch wirklich Alle – davon ueberzeugt, dass die Wahl demokratisch kein Rueckschritt ist."

Und es ist – nicht! nein! – nicht so, dass ich mich darauf zurueckziehen moechte, Dinge zu sagen wie "Aber was, wenn spaeter einmal jemand kommt, der das mit der Demokratie nicht so genau nimmt." Weder den Wahlhelfern, noch den Politikern, noch den Firmen. Weil es so ist, DASS sie es mit der Demokratie nicht so genau nehmen, wenn sie in einer stillschweigenden Bequemlichkeitskonspiration Zeit gegen Geld eintauschen, das nicht ihr eigenes ist. Weil ich nicht den geringsten Grund habe, diesen Leuten dort heute mehr zu vertrauen, als potentiellen nachfolgenden Generationen von korrupten Politikern, Beamten oder Firmen. Weil die Zeitung schon heute voll ist mit Berichten ueber korrupte Politiker, Beamte und Firmen.

Und dann sollte mich der gemuetliche Strickpulli und der Schnauzbart und die korrekte Brille meines Gegenuebers nicht davon abhalten, meine grundsaetzliche Distanz beizubehalten. Und meine Bescheidenheit sollte mich auch nicht davon abhalten, von den Damen und Herren die Mehrarbeit einzufordern, die eine wehrhafte Demokratie nun eben kostet und die im Kleinen anfaengt. Die dort beginnt, wo man der vielbeschworenen Verdrossenheit ein Zeichen entgegensetzt. Dass man es naemlich doch noch genau nimmt mit den Wahlen.

Und ich sollte meinen dicksten Pullover anziehen und Euch das auch mal ins Gesicht sagen. Werd' ich aber nicht machen. Aber ich werde mich natuerlich wieder als Wahlhelfer melden.

Ausgeknipst

Eine der beeindruckendsten Erfahrungen in diesem Jahr war, den Sternenhimmel zu sehen. Und das nicht in der homoeopatischen Darreichungsform, die der Mitteleuropaer gewohnt ist. Nein, im direkten Kontrast zum Milchsuppenhimmel in Tokyo, an dem man mit viel Muehe den Polarstern ausmachen kann, habe ich kaum 72h spaeter mit dem Ruecken auf einer eher abgelegenen Strasse in einem abgelgenen Gebiet Nordaustraliens eine Ahnung davon erhalten, wie unsere Vorfahren wohl den Himmel erlebt haben.

Der Anblick ist schwer zu beschreiben, man wird foermlich ueberwaeltigt von tausenden und abertausenden funkelnder Punkte, und ueberall, wo man meinte, dunkle Bereiche zu entdecken, werden sie beim genaueren Hinschauen mit noch mehr Sternen gefuellt. Waehrend der zwei Wochen Fahrt durch Australien habe ich diesen Himmel liebgewonnen.

In Europa sieht es – wie eingangs erwaehnt – am Himmel ziemlich truebe aus. Durch Streuung in der Luft und partielle Reflexion in den hoeheren Schichten der Atmosphaere trifft man in Mitteleuropa nirgends mehr auf Orte mit aussergewoehnlich dunklem Himmel.

Waehrend Slovenien in einem Gesetz aus dem Sommer dieses Jahres versucht, der Lichtverschmutzung Einhalt zu gebieten, fallen andere europaeische Staaten wie Belgien mit den nachts grell beleuchteten Autobahnen besonders stark auf Satellitenbildern auf.

Daneben gibt es noch hunderte andere Quellen der Lichtverschmutzung, von schlecht gerichteter Strassenbeleuchtung ueber Reklametafeln, Diskoleuchtfingern, Flutlichtanlangen bis zum Strassenverkehr. Das Abblendlicht eines einzigen vorbeifahrenden Autos hat in der australischen Steppe auf der Stelle 75% der Sterne verschwinden lassen.

Nun gibt es am Samstag abend um 2ooo Uhr in Deutschland eine umstrittene Aktion, fuer fuenf Minuten alle Lichter auszuschalten, die auf Energieverschwendung hinweisen soll. Ist mir eigentlich egal, nur – wenn sich alle daran hielten – bestuende die entfernte Moeglichkeit, auch in Berlin mal wieder die Milchstrasse zu sehen.

Bekannte Gastgeber

Ein Eintrag aus der "note to self"-Rubrik. Heute: wie man trotz der bescheuerten openssh-Tools den Fingerprint eines Hosts aus der ~/.ssh/known_hosts extrahiert. Geht in einer Zeile.:

PK=`mktemp /tmp/XXXXXXXX`; ssh-keygen -F HOST_TO_FINGERPRINT > ${PK}; ssh-keygen -f ${PK} -l; rm ${PK}

Pauker

Ich hatte einen coolen Mathelehrer. Wirklich. Beim Wuehlen in meinen alten Gitarrennoten habe ich eine von ihm handschriftlich geschriebene Antwort auf einen schrecklich naiv-polemischen Beitrag meinerseits in der vor 13 Jahren gedruckten Schuelerzeitschrift gefunden.

Das erste mal hatte ich in der achten oder neunten Klasse bei ihm Unterricht. Er sass im Schneidersitz mit einem Hüsker Dü-Shirt, ner zerrissenen Jeans und Chucks auf einer der vorderen Schulbaenke, wartete, bis alle Schueler im Raum waren uns machte sich einen Spass daraus zu beobachten, wie wir alle darauf warteten, wo denn der Lehrer blieb. Gleich nach dem Klingeln sprang er dann vom Tisch und begann mit dem Unterricht

Nunja, ihm hatte ich zu verdanken, dass ich mir schon im zarten Abiturientenalter Robert Michels Zur Soziologie des Parteiwesens in der modernen Demokratie und die richtige Musik reinzog und spaeter selber zur Stromgitarre griff. Natuerlich hat er auch auf eine ziemlich stilsichere Art Mathematik heruebergebracht und mich sicher trotz meiner Faulheit durch das Abitur bugsiert.

Als ich nun mal hinter ihm her recherchiert habe, stellte sich raus, dass er an der Schule die eine AG Schulband angeleiert hat, eine Kryptographie-AG betreut und noch immer im Kapuzi herumlaeuft. Schoen, dass der Schulbetrieb noch immer so starke Persoenlichkeiten zu bieten hat! Mal auf einem Ehemaligentreffen zu treffen versuchen.

Herrenwitz

In den meisten Berliner Kneipen, also zumindest in denen, wo der sich anbahnende Geschlechtsverkehr ehrenamtlich ist, haengen in den Herrentoiletten Automaten, in denen der geneigte Herr Praeservative erwerben kann.

Auf dem im Restaurant "Fellas", welches sich besonders dadurch hervortut, dass es auch Sonntags noch bis 17ooUhr Fruehstueck (und zwar Fruehstueck und kein Brunch) anbietet, strahlte mich nun heute in Katerlaune folgender Anblick an, brachte mich zum lange nachdenken und rettete meinen Tag:

Art and beauty

Ein Gutteil meiner Sozialisierung fand unter Nerds statt. Und nicht die Art Nerds, die sich primaer durch unansehnliche Karohemden auszeichnen und in den Oednissen des Linuxkernels vergraben. Auch nicht die Art Nerds, die mit Loetkolben und Phasenpruefer bewaffnet alles zerforschen, was ihnen in den Weg stellt (auch, wenn mir das nicht komplett fremd ist). Und schon gar nicht die Art Nerds, die das Netz fuer das hoechste der Gefuehle halten und, einmal im Jungle freigelassen, zwar nach 3 Stunden verhungern wuerden, aber fuer die letzten beiden Stunden noch Mail und IRC organisiert haetten. Nein! All diesen Nerdstaemmen begegnete ich erst deutlich spaeter.

Dort, wo ich gross wurde, hat man die Bits noch mit der Hand gepflegt. In Assembler. Und man hat sie bevorzugt dahin getan, wo sie vor Farben spruehende Bilder unterlegt mit moderner Musik erzeugt haben. Ziel des Spiels war und ist es, mit moeglichst wenig Ressourcen (deren kuenstliche Verknappung noch zu den besonderen Disziplinen gehoert) beeindruckende echtzeitberechnete Filmsequenzen zu generieren. Dabei reichte das damals uebliche Spektrum von (Star Trek inspirierten) Sternenfeldern, Scrolltexten aller Coleur, Feuer- und Plasmaeffekten, 2,5D-Bildprojektionen bis zu Tunneleffekten, zum Echtzeit-Raytracing- und casting, zu Voxelspaces und zum Texture-Mapping und -Shading aller Art. Diese Sequenzen werden Demos genannt und ueblicherweise treffen sich die Nerds auf Demoparties, um sich in "Compos" gegenseitig ihr Produktionen vorzufuehren und darueber abzustimmen, welche am tollsten ist.

Warum ich das alles schreibe? Zu Ostern habe ich kurz vorm Altwerden nochmal die Breakpoint besucht, um mich nostalgisch mit dem Jungbullenmief zu umgeben, der dort latent durch die Halle schwebt, oder hoeflicher: "Den Spirit zu atmen" sozusagen. Waehrend ich im Allgemeinen eher vom hohen Durchschnittsalter schockiert war (damals waren wir und alle anderen noch pubertierende Nerds), gab es doch ein paar altbekannte Gesichter zu gucken und bei den PC-Demos eine (leider nicht live erlebte) Kinnladenrunterklapp-Demo. Die Gruppe Farbrausch veroeffentlichte Debris (als Video). Das besondere an diesem, auch stilistisch sicheren und kuenstlerisch sehr kreativen, Film ist seine Dateigroesse. In rund 180 Kilobyte haben alle Texturen, Modelle, Kamerapositionen und Blickwinkel, die Beleuchtung, Bewegungsmuster der Objekte, der Programmcode zur Animation, die gesamte Musik und nicht zu vergessen der Datenblock am Anfang der .EXE, der dem Betriebssystem verraet, welcher Art die ausfuehrbare Datei ist. Zum Vergleich: 180kb divx sind kaum 2 Sekunden animiertes Bild in 1024x768, 180kb mp3 sind unter 10 Sekunden Musik, ein PC-Programm, das nichts weiter tut, als "Hello World" auf dem Bildschirm auszugeben, ist bereits 3kb gross.

Einziger Wehrmutstropfen: durch die Konzentration auf den gebuersteten Stil und das, was Farbrausch am besten kann, Texturen und Objekte zu komprimieren, bleiben andere Arten von Effekten, die nicht von der Grafikkarte erledigt werden, zunehmend aussen vor. Aber ich glaube, dass ich erst ningeln sollte, wenn ich selber wieder mal an einer Demo mitgeschrieben haben.

Nikolaus

Wie fuer jeden respektablen vierzehnjaehrigen Vorstadtpunker gehoerte auch fuer mich die Wahl der passenden Fussbekleidung massgeblich zur Definition des Erscheinungsbilds. Ein Rundumblick in meiner damalige Kohorte – besser gesagt auf deren Botten – verriet mir ziemlich schnell, wohin der Zug gehen sollte: Aus einem mir damals komplett verborgenen Grund heraus haben es Doc Martens Schuhe geschafft, in der links-intellektuell links-liberal und links-radikalen Szene zum shoe-to-wear aufzusteigen. Und die natuerlich moeglichst bunt – moeglichst ungepflegt, eventuell mit Gloeckchen an roten Baendeln und selbstbemalten Bluemchen auf dem Leder fuer die Maedchen, mit reichlich innovativem Fixierkram wie Gaffaband, Sicherheitsnadeln und Jeansbuegelflicken fuer die Herrn – und natuerlich mit Stahlkappe fuer die harte Fabrikarbeit und die taeglichen Pruegeleien mit den Rechten ;) Die Wahl der Schnuersenkelfarbe war natuerlich essentiell! Nie durfte man sich mit weissen blicken lassen, jene waren den Nazis und den Punks, die sich wie Nazis verkleiden, um sie dann besser verhauen zu koennen (fragt nicht, war so ;) vorbehalten. Mit roten und gestreiften war man schon von Weitem als eher radikalerer Linker zu identifizieren, die rosanen (naja.. eigentlich trug nur einer meiner Bekannten rosa Senkel) zeichneten Mitglieder der radikalen schwulen Szene aus. Mit schwarzen, so wie sie aus dem Laden kamen, outete man sich so irgendwie als Modepunk, hatte aber auch im Zweifel vor allen Radikalen Ruhe und lief (fuer damalige Verhaeltnisse) nicht mit Markenschuhen herum.

Daran, mir mein eigenes Paar zu besorgen, fuehrte so natuerlich kein Weg vorbei – allein in Berlin waren diese Treter mit fast zwohundert Mark und einem Taschengeld von zwoelffuffzich in der Woche unerschwinglich teuer. Davon musste man sich naemlich auch noch die restliche szenetypische Verkleidung, wie Kapuzenpullis und bedruckte T-Shirts, heranschaffen.

Wie es der Zufall so wollte, fuehrte mich mein Nerdhobby auf ein Geekzusammentreffen in London. Meine Eltern liessen fuer die Reise Kohle springen, schliesslich ging es ja auch um Weiterbildung und ich konnte die Welt kennenlernen, uuuuuuund – alle Punkerfreunde waren neidisch – gab es Geruechten zu Folge in London bei Shelleys Doc Martens fuer 30 Pfund, rund 90 DM. Dort hatte sich Doc Martens als lose Marke fuer alle Hersteller von billigen Arbeiterbotten gehalten und es war schwer, mit den Preisen anzuziehen. Ueberhaupt koenntet ihr euch mal mit der Geschichte und dem eher unruehmlichen Ende der Marke (fuer mich) vertraut machen. (Hier noch mehr.)

Fuer mich war ganz klar, dass ich die Chance nutzen musste, mir die Schuhe dort zu kaufen. Neunzig Mark waren jedoch auch kein Pappenstiel. Also machte ich meine ersten Versuche mit der Marktwirtschaft als Schuhverkaeufer. Ich sammelte Bestellungen ein schlug dreiste 20 Mark drauf, von denen ich jedoch nur zehn offiziell als Aufwandsentschaedigung deklarierte, die andere Haelfte log ich mit hoeheren Einkaufspreisen, stark schwankenden Wechselkursen und grosszuegigem Aufrunden zusammen. Am Ende musste ich nur noch zehn Mark aus meiner eigenen Tasche bezahlen, was ich fuer eine Reise nach London und ein paar In-Boots als ziemlich lockeren Deal empfand.

Ironischerweise waren das wirklich die billigsten Boots, die ich jemals gekauft habe (selbst bei unsubventioniertem Preis), welche dann mit drei Jahren fast durchgaengiger Benutzung auch noch am laengsten gehalten haben. Schon die direkt im Anschluss gekauften Docs gaben bereits nach einem halben Jahr ihren Geist auf, da die Marke nun offiziell zur Modeschuhmarke verkommen war.

Leider hatte ich meiner Tollpatschigkeit wegen die Stahlkappe extrem liebgewonnen. Nach allem, was mir da schon draufgefallen ist, wuerden mir heute bestimmt eine handvoll Zehen fehlen. Die Marktsituation bei den Stahlkappenboots war aber nicht besonders rosig: Die Naht ueber der Kappe, wie sie andere Hersteller drauftun, finde ich schlicht haesslich. Aufgenaehte Flammenmuster auch. Gluecklicherweise entdeckte ich die (in Google einfach unauffindbare) Schuhfirma Tredair, die erstens im Gegensatz zu Doc Martens nicht Kinder in Vietnam und China naehen laesst und zweitens auch einfach viel tollere Schuhe macht. Die Naht am Hacken faengt nicht schon nach zwei Wochen Benutzung mit Aufdroeseln an, da noch liebevoll ein Stueck Leder herumgenaeht ist, die Pappe unter der Kappe bricht einfach selbst mit meinen destruktiven Zehen nicht. Meine letzten haben anderthalb Jahre gehalten und das ist eigentlich mehr, als man von taeglich und ueberall getragenen Botten erwarten kann.

Als ich jedoch vor zwei Wochen bei meinem lokalen Stammdealer Nachschub holen wollte, fiel ich fast aus allen Wolken: Zehnloch gibt es gar keine mehr und Achtloch kaemen erst wieder rein. Die Produktion scheint eingestellt, oder nicht mehr zu lohnen, oder allein der Import nicht mehr zu lohnen, kurzum: Ich machte mich auf eine Recherchereise im Internet, um eventuell direkt von Werk zu ordern oder vielleicht einen obskuren Importeur zu finden. Aber nix! Man findet sie ueberhaupt kaum und wenn, dann in Farben, die erklaeren, warum sie noch zu haben sind oder als schmucke Halbschuhe.

Und heute... heut habe ich dann wenigstens noch die Achtloch eingesackt. Und zwar gleich zwei Paar. Man weiss ja nie, wie lange es die noch gibt...

Wahlhelfer

Mit zwoelf wurde ich das erste Mal Zeuge einer freien, geheimen demokratischen Wahl. Mein Vater nahm mich nach dem Sonntagskaffee mit in unser Wahllokal. Die Helfer waren aufgeregt und die Stimmung feierlich. In einer Ecke sass der frisch arbeitlose Offizier und zaehlte die Waehler – aus reiner Gewohnheit. In der anderen wachte der oertliche Buergerbewegte seinerseits ueber den ordentlichen Ablauf.

Ich war ein unertraeglicher Klugscheisser und wollte natuerlich nicht glauben, dass es keine Moeglichkeiten zum Betrug gaebe. Also piesakte ich meinen Papa mit dutzenden "aber was, wenns" – doch all mein angestrengtes ausgefuchstes Nachgruebeln konnte nichts zutage foerdern, wie die Wahl zu manipulieren sei. Vom anfaenglichen Fuellstand der Wahlurne ueber die Anzahl der Stimmzettel pro Waehler bis zum Zusammenzaehlen der Stimmen anhand von Kreuzen in bestimmten Kreisen – die gesamte Prozedur konnte buchstaeblich von einem Sechstklaessler ueberwacht werden. Sogar die korrekte Uebermittlung der Ergebnisse aus dem Wahllokal konnte ein Blick in die Lokalzeitung am naechsten Morgen bestaetigen. Auf mich machte all dies gehoerigen Eindruck. Wer immer sich dieses Verfahren ausgedacht hat, hatte absichtlich fuer alle Probleme die einfachste, uebersichtlichste Loesung gefunden.

Sechzehn Jahre spaeter sehe ich fassungslos Bilder aus Cottbus. Dort verwandeln Waehler ihre Stimme in schmucklosen grauen Plasteboxen in den Ladungszustand von ein paar Flipflops im Innern veralteter Prozessoren in Computern aus den Gruenderjahren. Und ploetzlich stelle ich mir vor, wie ein kleiner vorlauter Dreikaesehoch seinem Papa ordentlich mit Fragen einheizt.

Drucke

Hab beim Stromern durch den lokalen Saturn wegen "wie billig ist DAS denn?!" einen HP LaserJet 1018 fuer sagenhafte 78EUR geshoppt. Boeses Erwachen kam natuerlich zu hause: der Drucker laeuft nicht nur sprichwortlich nur unter Windows, sondern NUR unter Windows. So mit Firmaware uebers USB-Interface in Raw auf den Drucker schreiben und einer PostScript-Rastersoftware, die auch nur unter Windows laeuft. Auch Versuche, den mittels schwierige-Faelle-Framework foo2zjs anzusteuern, schlugen schwer fehl. Schade drum.

Zweiter Versuch dann mit vorher Informieren: der guenstigste Netzwerk- und PostScript (sogar Level 3)-faehige Drucker am Markt ist im Moment der Samsung ML-2571N. Ausgepackt, ans Netz gesteckt, DHCP-Adresse vermittelt, IP in den Drucker-Dialog eingetragen, 120-Seitendokument gedruckt (naja die ersten 32 Seiten ;)... bin begeistert. Jetzt mal gucken, wie lange der haelt... macht aber einen soliden Eindruck. Achja, Preis mit Versand: rund zwohundert Euro. Daumen: hoch

Neunzehnvierundachtzig

Das Akku meines guten alten 12" PowerBook G4 ist inzwischen so abgelatscht, dass es, wenn die Festplatte mal anspringt, gerne die Hufe hochstreckt und den Rechner ausgehen laesst. (Wenn ich nicht noch die irrationale Hoffnung auf ein 12" MacBookPro haette, haette ichs schon ersetzt...) Gepaart mit einer defekten Backupbatterie macht das regelmaessig 1984 auf meinem Rechner. Genauer gesagt 01. Januar 1984 gegen ein Uhr. Und zwar so lange, bis das OS sich entschliesst, das Datum mit den Timeservern abzugleichen.

Normalerweise passiert das, wenn er ne neue defaultroute bekommt, heute jedoch hatte ich vorher schon mit meinem Rechner gearbeitet und mich erstmal gewundert, warum Safari schlicht stehenbleibt und nicht auf Eingaben reagiert. Zudem warf ich ein laenger dauerndes wget an. Nachdem ich den Zeitabgleich dann haendisch angeworfen hab, erbrach sich wget folgendermassen in meine Konsole:

19% [====>              ] 315,586,864    0.32B/s  retr.c:291: failed assertion `msecs >= 0'
Abort trap

Mjam. Millisekunden rumgewrappt, 22 Jahre waren dann doch zu viel fuer die fancy progress bar implementation. Da MUSS man natuerlich sofort das Handtuch werfen.

Nachtrag

Und natuerlich enttaeuscht mich wget auch beim weiteren Herunterladen eines 2298815162 Bytes langen Files nicht:

HTTP request sent, awaiting response... 200 Coming Up
Length: -1,996,152,134 [application/octet-stream]
[ <=>                                 ] 1,226         --.--K/s

19:59:08 (11.69 MB/s) - `' saved [1226/-1996152134])

Und nein, es ist nicht der Webserver, der da die Content-Lenght so rausgib:
HTTP/1.1 200 Coming Up
Content-Type: application/octet-stream
Server: Gatling/0.9
Content-Length: 2298815162
Qualitaetssoftwaere.

Humankapital in der Aufmerksamkeitsoekonomie

Ab und zu gehen mir komplexe Gedankengaege durch den Kopf, die mich erst ernsthaft ruhen lassen, wenn ich sie niedergeschrieben habe. Wenn sie dann fertig formuliert sind, weiss ich nicht, wohin damit. Da bietet sich doch mein Blog foermlich an. Wenn mich also jemand fragt, wieso ich es bedenklich finde, wenn Jugendliche wochenlang World of Warcraft spielen, warum Spam nicht einfach nur eine Annoyance ist, sondern die Gesellschaft erodiert und wieso auch in seltsamen amerikanischen Prozessen Fettleibiger gegen Nahrungsmittelkonzerne ein Koernchen Wahrheit steckt, wenn ich begruenden soll, warum die Gruenen einst links waren und nun konservativ sind, kann ich auf diese Gedanken verweisen.

Humankapital in der Aufmerksamkeitsoekonomie

Es faellt schwer, mit einem Kapitalisten zu diskutieren, der mit der leicht erfassbaren Groesse Geld ein maechtiges Werkzeug hat, seinen Erfolg zu messen, waehrend man selber nur mit weichen Groessen argumentieren kann. Alle Argumente, die man eigentlich mit gesundem Menschenverstand von allein erfassen sollte, muss man dabei in monetaere Ausdruecke abbilden. Man mag dies zynisch nennen – und ich fuer meinen Teil mache mir die Argumentation nicht unbedingt zu eigen – die nachfolgenden Ueberlegungen sollen der Versuch sein, das Humane, das Soziale in der sozialen Marktwirtschaft fuer Kapitalisten erfassbar zu machen.

Das ewige Streben nach Kapital, nach privatem Kapital, um genau zu sein, führt zu einer Privatisierung oeffentlichen Guts. Privatisierung ist natuerlich gewollt: ein Stueck Land abstecken, sein Haus drauf bauen, ein paar Tiere halten, Werkstatt oder Buero im Erdgeschoss – mensch gab der Gesellschaft im Optimum mehr zurueck, als er ihr wegnahm.

Das Ende der Zeit, in der ungenutzte oeffentliche Ressourcen reichlich vorhanden waren, brachte jedoch den Bedarf einer genauen Quantisierung der privatisierten Gueter.

So kann Zeit, die ein Buerger fuer Erwerbsarbeit aufbringt, nicht mehr dem gesellschaftlichen Leben, Kunst und Kultur, Politik und Sozialem gewidmet werden. Den Gewinn aus der Privatisierung der Arbeitskraft teilen sich Arbeitgeber- und nehmer in marktwirtschaftlich ausgehandeltem Verhaeltnis. Die privatisierte Zeit seiner Buerger verkauft die Gesellschaft in Form von Steuern auf das Einkommen. Diese Steuern erkaufen nun anderen Buergern, die nicht aus kapitalistischer Erwerbsarbeit leben, Gueter zurueck, die sie zum Ueberleben und zur Teilnahme an der Gesellschaft brauchen. Darueber hinaus geben diese gesellschaftsfinanzierten Buerger – als Lehrende, Kuenstler, Polizisten – der Gesellschaft Gueter wie Bildung, Kultur und Sicherheit zurueck.

Nun gibt es – neben Grund und Arbeitskraft – auch weniger offensichtlichen Besitz einer Gesellschaft. Bildung, Kultur und Sicherheit wurden bereits erwaehnt und lassen sich mit ein wenig Phantasie auch wieder als direkt kapitalistisch verwert- und privatisierbare Groessen erfassen. Unverschmutzte Umwelt wurde als gesellschaftlicher Wert verstanden, dessen Verbrauch der Gesellschaft – bespielsweise in Form von Emissionszertifikaten – zurueckerstattet werden muss.

Es gibt gesellschaftliche Werte, die nicht direkt privatisiert werden. Man denke an Leben ohne Angst. Fuer den Absatz von Waren und Dienstleistung wird dieses Gut von der Sicherheitsindustrie, der Presse und Politikern vernichtet. Als Hersteller von Alkoholika erwirbt man das Recht, Buergern den Verstand zu vernebeln, in Form von Rauschmittelabgaben. Die Gesundheit des durchschnittlichen Gesellschaftsmitglieds wird von der Nahrungs- und Genussmittelindustrie aufgezehrt. Traditionelle Tugenden wie Fleiss, Bescheidenheit, Fuersorge und den Drang, sich zu bilden, werden durch moderne Medien und Werbung entwertet.

Zeit, die nicht fuer Erwerbsarbeit verwendet wird, ist hart umkaempft: die Unterhaltungsmedienindustrie verfuehrt zum passiven individuellen Konsum von Fernsehsendungen und Computerspielen. Die zur Verfuegung stehende Aufmerksamkeit wird weiter von Werbebotschaften aufgebraucht – man denke an die Berieselung in der Kaufhalle, Spam und Banner im Internet, Werbeanrufe und Promotionteams in Fussgaengerzonen. Die Verfuegbarkeit von Aufmerksamkeit jedoch ist Wegbereiter fuer viele soziale Werte, Ablenkung verhindert somit deren Schaffung. Bildung – man denke an Kinder und Jugendliche beim gewohnheitsmaessigen Spielen in virtuellen Welten, Erziehung – nicht nur der Nachwuchs laesst sich seine Zeit stehlen und Hilfsbereitschaft – Unwissen und Ignoranz den Problemen der Naechsten gegenueber erwaechst aus der Isolation des puren Konsums – sind nur einige der Beispiele.

Ueberhaupt ist in einer Informationsgesellschaft nicht mehr die Arbeitskraft als solche, als vielmehr ein zu verteilendes Budget von Aufmerksamkeit, die man den Informationen schenken kann, das massgebliche Gut. Wir leben inzwischen in einer Aufmerksamkeitsoekonomie, in der dieses – in der Gesellschaft nur begrenzt vorhandene – Gut nicht leichtfertig privatisiert, oder indirekt als Folge der Privatisierung verschwendet werden darf. Als Ausgangspunkt fuer eine moegliche Kompensation steht ein Abschaetzung des Werts von Aufmerksamkeit an. Die genaue Menge an verbrauchter Aufmerksamkeit fuer ein Stueck veroeffentlichter Information ist wohl genauso schwer zu bestimmen, wie positive Aspekte, die beispielsweise der Medienkonsum der Gesellschaft gibt – auch Fernsehen und die Benutzung von Computern koennen Werte wie Vermittlung von Bildung und den Aufbau von Netzwerken schaffen.

Dieses erlischt zu einer I Liebe

Automatische Uebersetzungen sind seit deren Aufkommen generell Quell der Freude bei humorvollen Menschen aller Art. Die eigene Ueberlegenheit ueber die Maschine wird auf den Gebieten, auf denen sie noch waehrt, genuesslich zelebriert. Taiwanesische Gebrauchsanweisungen muessen fuer den Beweis herhalten, wie sehr uns das Beherrschen des kulturellen Kontexts von Computern abhebt, deren Genauigkeit, Geschwindigkeit und Ausdauer mensch sonst nicht gewachsen ist.

Und nun hat es heute auch mich erwischt. Beim Bands hinterhergooglen fiel mir diese wunderschoene automatische Uebersetzung in die Haende, die mich darauf brachte, wie man auf niveauvolle Art Ueberlegenheit zelebrieren kann. Da keine einzige Zeile von

Dieses erlischt zur einer I Liebe

Dieses erlischt zum einem I nach links nach

Eine einfache Stütze - meine Zeit besetzen

Dieses erlischt zur einer I Liebe

dem Original aehnelt, ist es doch sicher eine Herausforderung an die sprachliche Intelligenz, aus den Uebersetzungen das Lied zu erraten. Die Uebersetzung des Beispiels findet man hier. Weitere Raetsel gibt es hier, hier und hier.

10 Sekunden zappeln bei 5000bpm

Die goldene Elektrikerregel lautet: "behandle jedes Kabel so, als ob dort Strom drauf waere". Macht total Sinn! Aber der Reihe nach.

Den Kaspar werde ich ja demnaechst stolz meinen Mitbewohner nennen koennen. Eine raus aus der Wohnung, ein Neuer rein. Das Zimmer schreit foermlich nach Schaumtapete abreissen, Rohre streichen, Steckdosen neu verlegen. Ein Kabelstrang war in dem Zimmer mal nach einem Lichtbogengewitter abgebrannt und wurde von einer scheinbar sehr kompetenten Elektroklitsche durch eine ausserordentlich huebsche Ueberputzkabelkanalinstallation mit lose endender Luesterklemme ersetzt. Das alte Kabel hingegen wurde nicht entfernt, nur gekappt und im Putz versteckt haengen gelassen. Und nun ratet, wer das Kabel fand!

Komisch, was einem dabei so durch den Kopf schiesst... man denkt so "hoffentlich ist es kein Atomstrom", kann sich nicht so recht bewegen, erinnert sich an die Bundestagsplakatieraktion, fragt hoeflich den neben einem stehenden Kaspar (von der natuerlich nicht isolierten Leiter hinab) um Hilfe, ueberlegt, wieviel kW/h man da jetzt verbrauchen wuerde, zappelt noch ein wenig und kann die Kabel nicht loslassen und aergert sich, dass die Sicherung nicht einfach geht, wie kurz zuvor beim Versuch, eine Gluehlampe in eine Fassung zu schrauben.

Auf der ernsthaften Seite machte ich mir natuerlich meine Gedanken. Solche Kontrollverluste, die einen entmenschlichen, einfach nur eine ungesteuerte Huelle aus dem Koerper machen, machen mich an die aktuelle Folterdiskussion denken. Ich habe einen einen leisen Hauch von Ahnung bekommen, wie es sich als Epileptiker lebt und dann auch erlebt, wie es ist, wenn Leute sich ernsthaft Sorgen um einen machen (danke Frank).

Als Souvenir von dem Trip habe ich erstmal lecker verschmokeltes Fleisch auf zwei Fingern mitgenommen und die Erfahrung, dass undokumentierte E-Installationen mit nur zwei Phasen fuer eine Wohnung gefaehrlich sind. Doktor "Raspberry Vodka" in nur in russisch beschriftet ist ein stets griffbereiter Hausarzt. Die Gitarre kann ich, entgegen aller Befuerchtungen, noch bedienen. Mein Herz ist nicht im Laufe des Abends flimmernd stehengeblieben. Allerdings habe ich mir die Frage gestellt, ob man sich wohl nur durch die Kraft der Muskeln des Arms selbigen brechen kann. Wenn alle Muskeln gleichzeitig unkoordiniert in alle Richtungen zucken... Naja, nein Ellenbogen hat auf jeden Fall bei der Aktion gelitten, ist angeschwollen und tut jetzt weh. Zumindest weiss Kaspar jetzt, wieviel Liebe in seinem (hoffentlich) bald fertig renovierten Zimmer steckt.

Vollkaskodeure

Nachdem sich Fefe in seiner unnachahmlichen Manier ueber Apple und Mac OS und vor allem das "seinen Verwandten Mac OS Ueberhelfen" elaboriert hat, wuerde ich nach einem Jahr Benutzung eines 12"-PowerBooks meine Gedanken gern festgehalten wissen.

Ich halte mich fuer aus der Kategorie "pragmatischer Nerd" kommend und pathetische Apple-Fan-Boi-Eskapaden wie die des Herrn P. aus B. an der S. liegen mir fern. Trotzdem ist nicht zu uebersehen, dass Apple verdammt viel richtig gemacht hat. Nicht, dass deren Hardware nun ausnehmend geil sei. Im Gegenteil: mein iPod versagte nach 6 Wochen den Dienst, mein PowerBook sieht nach einem Jahr Gebrauch schlimmer aus, als mein gutes altes IBM T20 nach 6 Jahren – und das bei vorsichtigerer Behandlung. Auch buntes Bonbon-Geblinke auf dem Bildschirm wuerde mir kein mildes Urteil entlocken, meine Ansprueche sieht man, wenn man weiss, dass ich nach einem halbjaehrigen gnome-Experiment meine X11-Tage mit twm zufrieden fristete – xterm, Thunderbird, Firefox, vlc und psi funktionieren auch ohne fetten Sessionmanager.

Als ich aber die Redaktion der Datenschleuder mit dem damit verbundenen Zwang, ein brauchbares Satzprogramm zu benutzen, uebernahm, blieben mir nur die Optionen, einen IBM mit Hin-und-Herbooten zwischen FreeBSD und Windows oder ein Mac OS X mit oben bunt und unten Unix zu benutzen.

In der Zwischenzeit habe ich zu Hause weiter an nem FreeBSD-Desktop gearbeitet und zum Programmieren von mobilen Endgeraeten konnte ich auf Windows nicht verzichten. Und Ja! Mac OS kommt ohne gcc – nervt, ist aber bei Debian genauso und kann man leicht nachinstallieren. Mac OS' Kernel kommt in den Releases mit Bugs, die in den entsprechenden FreeBSD-Sourcen laengst gefixt sind. Mac OS braucht unverschaemt viel Speicher fuer all den bunten blinkenden Unrat – laesst aber zumindest die Grafikkarte die rechenintensive Drecksarbeit machen. Und vieles von dem Grafik-Overkill macht auch schlicht Sinn: Dropshadows, Boldfonts an den richtigen Stellen... Mac OS nervt einen aber auch mit all den kleinen Dingen, die einem im Normalfall (Mami zu hause) vernuenftig erscheinen: Rechner zu -> suspend, Configoptions fuer Bloede, Styles im Clipboard mitkopieren, etc... und die Navigation zwischen einzelnen Fenstern mit nur Tastaturclicken ist umstaendlich.

Fefe meinte, man muesse fuer Sicherheitsugrades Geld bezahlen und warf das mit den OS-Upgrades, die halt in deutlich hoeherer Frequenz als bei M$ kommen, durcheinander: Bloedsinn. Security Updates sind umsonst und ich kenne genug Nutzer, die mit ihrem damals legal erworbenen 10.2 durchaus noch effektiv arbeiten. Sowieso raubkopieren meine Mac-Freunde um Groessenordnungen weniger und vor allem weniger selbstverstaendlich, als die Windowsler im Freundeskreis. Was auch immer das ueber sie aussagen mag.

Und wenn mich etwas an der Oberflaeche von Mac OS stoert, dann sind das so Dinge wie "man kann, wenn man ein dabei ist, ein File zu draggen, mit Expose den Finder gefunden hat, in selbigem nicht mit Apfel-CursorUp navigieren" – unter Windows kaeme ich nicht mal in die Verlegenheit, sowas ueberhaupt zu versuchen. Es ist Jammern auf hohem Niveau und ja, natuerlich kann einem das als angepisster Linux-Nutzer, der von solchen Problemen nicht einmal ahnt, schon auf die Nerven gehen, wenn Leute, die ob ihres Betriebssystems davon ausgehen, dass auf nem Computer einfach alles funktioniert, ohne, dass man viel selber dafuer tun muss, dann die selbe Erwartung an Multimedia-Material stellen, welches auf ihren Rechner faellt. Klar, Fefe hat drei Dutzend Jahre gebraucht, bis das Setup auf seinem Rechner so aussieht, dass er damit leicht alle moeglichen Dinge anfangen kann, vielen Benutzern ist nicht soviel Zeit beschieden und sie wollen ihren Rechner einfach benutzen.

Und auch hier moechte ich das "stell deinem nicht-Nerd-Kumpel nen Mac ins Haus und du hoerst von ihm nie wieder"-Stereotyp bestaetigen: wenn mir irgendjemand, an dem mir was liegt, am Telefon erzaehlt, er wuerde sich nen Windowsrechner ins Haus stellen, bliebe mir aus Gewissensgruenden gar nichts weiter uebrig, als bei ihm noch, bevor er versucht, den Rechner mit seiner AOL-CD ans Netz zu tun, vorbeizuschneien, diverse Service Packs von CD einzuspielen, den IE runterzuwerfen, ihm einen Webmailaccount auf MEINEM mail-Server einzurichten, um Outlook wegwerfen zu koennen, Volker Birks OS-Vernaglungsskripte auszufuehren und ihm einzuschaerfen, dass, wenn er jemals auf nen Attachment clickt, er mich gar nicht mehr anzurufen braucht. Danach wuerde ich ihm nen Plasterouter hinstellen und hoffen, dass sich nie ein Paket auf die Windowsbox verirrt. Und wer mal versucht hat, jemanden per Telefon durch die Systemsteuerung zu lotsen, kann sich vorstellen, welche Freude es im Gegenteil ist, von Freunden zu hoeren, die sich nen Mac ins Haus stellen wollen.

Zugegeben, mit dem Schwenk auf x86er wird die volle Expertise der hacker-cracker-bauernwhacker, die auf Windowsen und Webservern zuhause sind, auf Mac OS eindreschen, mit einem hoeheren Marktanteil werden auch dort Viren, Wuermer und Konsorten heimischer weil lohnender, was mich als pragmatischen Nerd natuerlich erstmal die Bohne interessiert, bis dahin kann ich immer noch meine Telefonnummer aendern.

Und was Mac OS fuer mich bedeuetet: wenn ich Windows oder FreeBSD benutze, klopf ich (wie hier auch schonmal ausgefuehrt) wie bloede auf die F9-Taste: Expose und QuickSilver lassen alle anderen Desktopenvironments klobig wirken, wer "Apfel+," kennt, hat keinen Bock mehr, bei Windowsprogrammen nach den Options, Settings, Preferences, Internet Options, Properties... zu suchen. Das gesamte Environment wirkt aufgeraeumt und verhaelt sich wohl zu den anderen Oberflaechen wie BSD zu Linux.

Und, um Fefe nun nochmal seine "Vollkaskomentalitaet" zurueckzuwerfen: wer diese an den Tag legt, hat genau dann Recht, wenn er Vollkasko bezahlt und deren Erfuellung nicht bei mir einfordert.

Spam

Kommen, sie! Kommen sie, kaufen sie! Eintrittskarten fuer die fruehste Band der Welt, die auf ihrer Welttourne in Berlin gastiert, genauer gesagt: am Montag dem 19.12.2005 in der Junction Bar in Berlin. Es gibt dutzende neuer Lieder, Freibier (fuer die Band, wenn ihr alle reichlich erscheint), lustige Raetseleinlagen und eine echt knuddelige Vorband!

Los geht es um 21ooUhr, gehopst wird, bis alle Sohlen durchsind. Ich freu mich auf euch!