![]() |
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
2009/07/01 22:43 Papieraequivalente Authentizitaet
Fuer den durchschnittlichen Bildungsbuerger sind Jedem Computerbesitzer, der schon einmal ein Bildbearbeitungsprogramm geoeffnet hat, sollten Nachrichten der Art, dass Filesharer anhand von Bildschirmausdrucken des p2p-Tools auf dem Rechner von Strafverfolgern – oder schlimmer gar: privater Rechteverwerter – Strafanzeigen kassiert haben, zumindest ein Stirnrunzeln hervorlocken. Verweise der Art "http://test.com/seite.html abgerufen am 24.12.1978" machen dann Sinn, wenn web.archive.org dort just zu diesem Tag vorbeigekommen ist und von der /robots.txt nicht ausgeladen wurde. So rechte Beweiskraft, eventuell gar im juristischen Sinne, duerfte aber auch web.archive.org nicht geniessen. Das auch, obwohl diese Quelle fuer mich plausibel genug als neutral gilt. Eine Nachricht im Papier-SPIEGEL kann ich auch Jahre spaeter noch als Quelle oder Beleg in Papierform aus meinem Keller wieder hervorkramen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich mir in der Druckerei meiner Wahl einen eigenen SPIEGEL gefaelscht habe, ist gering. Zur Not liegt ein Pflichtexemplar aller ernstzunehmenden Publikationen bei der Staatsbibliothek als Referenz. Anders bei SPIEGEL Online. Einige Autoren sind dafuer beruehmt, dutzende Revisionen eines Artikels in hoher Frequenz zu "updaten". Nachvollziehbar ist ja noch, dass sie – seit sie den Lektor abgeschafft haben – dauernd Rechtschreib- und Grammatikprobleme korrigieren muessen. Wir sehen aber in letzter Zeit den Trend, kommentarlos einst Behauptetes zu entfernen, Ueberschriften abzumildern oder zu verschaerfen. Andere Zeitungen ziehen gar ganze Artikel zurueck. Wenn man Glueck hat, findet man diese noch in seinem Browsercache. Den Beweis zu fuehren, dass dieses elektronische Dokument auch wirklich vom Server der Zeitung geladen wurde, wird dem Leser aber schwerfallen. Nun ist ja nachzuvollziehen, dass die (Online-)Magazine nicht ALLE Ausgaben umsonst ALLEN zur Zitatspruefung zur Verfuegung zu stellen wollen. Ich will aber dasselbe Mass an Nachvollziehbarkeit und Belegbarkeit von Veroeffentlichungen der sich selbst ernst genug nehmenden Medien! Und zwar im selben Sinne, wie ich das mit den Papierzeitschriften auch konnte. Ich komme deshalb nicht drumherum zu fordern, dass Pruefsummen aller Revisionen an einer oder mehreren unabhaengigen Stellen hinterlegt werden, gegen die ich als Leser und Zitator meine Kopie, aus der ich zitiere, belegen kann. Hier bieten sich natuerlich zuerst die Bibliotheken an, die Listen von signierten Pruefsummen vorhalten und bei Disput als autoritative Quelle zum Vergleich herhalten koennten. Diese Signaturen muessten alle teilnehmenden Publikationen leisten - und dass fuer jedes Update. Weiter sollen auch Bibliotheken selbst eigene Signaturen auf einzelne Zitate aus einer spezifischen (dann im Volltext vorgehaltenen) Revision eines Online-Artikels herausgeben. Um journalistische Standards zu unterstuetzen und einer breiten Masse an Schreibern das Zitieren zu ermoeglichen, muss dieser Zitatsdienst natuerlich kostenfrei zur Verfuegung stehen. Wie genau dies umgesetzt wird, werden viele schlauere Leute als ich gewiss ausbaldowern. Einzig: Das Wohlfuehlgefuel beim Lesen eines Online-Blattes (und dabei schliesse ich "Qualitaetsblogs" explizit mit ein) stellt sich erst ein, wenn nicht yesterdays news im digitalen memory hole verschwinden koennen. 2009/04/06 20:56 MedienschwemmeNun bin auch ich darauf reingefallen. Ich wollte es ja erst nicht wahrhaben und habe mich insgeheim bei anderen darueber aufgeregt. Oder zumindest lustig gemacht. Wenn die Eintraege in den Blogs immer kuerzer werden, oder ganz in die Mikroblogging-Welt verschwinden. Wenn die Beitraege fuer Printmedien immer spaerlicher werden, weil man ja nicht wisse, worueber man denn schreiben solle, aber gleichzeitig den kastrierte-Web-SMS-Service mit einer Publikation verwechselt. Es ist ja auch wirklich einlullend. Je mehr Accounts ich mir in dieser Netzwelt eingerichtet hatte, desto mehr schrien all diese Medien nach meiner Aufmerksamkeit und meinem Input. Damit sich auch keiner zu kurz gekommen fuehlt, der extra mein "Freund" geworden ist, um den Beitraegen in einem dieser Medien zu folgen, verknuepfte ich all diese Medien automatisiert. Dazu musste ich mich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen. Fuer elend geringe Werte von kleinst. Aus diesem Grunde aggregiert meine Suppe deswegen seit geraumer Zeit nur noch meine Twitternachrichten. Diesem Feed, den ich eigentlich nur zum Saufeinladungen verschicken und anzuegliche Herrenwitzchen machen eingerichtet hatte, folgen inzwischen ueber 270 Leute, von denen ich die wenigsten kenne. Was habe ich mir auch dabei gedacht, diese ganzen Mikro-Bloggingservices auszuprobieren, die fuer Leute sind, denen Bloggen mit vi zu anstrengend ist? Die Schwelle ist gering. Dass die Schwelle gering ist, ist aber nicht per se etwas Gutes. Ich kann von unterwegs mit meinem Phone bloggen. Prima. Fuer eine re:publica-wuerdige Definition von "Bloggen". Was nun das Schlimme ist: die Zeit, die ich den ganzen hippen "jetzt wirklich wirklich"-Diensten hinterhernerde, geht mir von der Zeit ab, die ich mir frueher fuers Texteschreiben genommen habe. Oder anders: 50 Tweets machen nur von der Zeichenzahl her einen Blogpost und sind genauso nahrhaft wie Gratisbonbons beim Gebrauchtwagenhaendler. Konsequenz: Twitter ist lokal. Suppe gibt's nur noch per /everyone. Eigenblog rockt! 2008/07/23 21:06 DatenmessieEs gibt so Tage, da liebe ich mein Heimatland einfach. Die ganzen vermufften spiessigen Strukturen, das braesige Bildungsbuergertum und ihre Ordnungsliebe. Heute war so ein Tag. Nach der Investition von nur 41EUR habe ich nun meine Sammlung komplett. 12 Jahre digitale Fernmeldegeschichte nur eine handbreit entfernt und niemand kann mich mehr aufhalten. Aber der Reihe nach. Wie schon in Die Datenschleuder #77 (Seite 26) und Die Datenschleuder #86 (Seite 63) angedeutet, habe ich eine – nennen wir es – Sammelleidenschaft fuer elektronisch erfasste Telefon-Teilnehmerverzeichnisse. Gut, man kann argumentieren, dass sich die wirklich spannenden Leute eh nicht dort eintragen lassen, dass die automatisierte Auswertung datenschutzrechtliche Fragen beruehrt, dass dort bewusst falsche Datensaetze eingetragen wurden, um Kopien von Konkurrenten zu entdecken. Man kann aber nicht leugnen, dass sich aus den Informationen zumindest spannende Trends ableiten lassen. Dass sich diese Trends wieder auf den Einzelnen anwenden lassen und so ein buntes, bewegtes Bild Deutschlands gewinnen laesst. Vor ungefaehr einem Jahr wurde mir klar, dass man mit den wenigen Momentaufnahmen, die ich aus sportlichen Gruenden aus dem Telefonbuch gewonnen habe, keinen langfristigen Blumentopf gewinnen kann. Und wenn ich eh immer die neueste Version der Daten brauche, dann koennte ich gleich ein Archiv anlegen. Mein erster Gedanke war natuerlich eBay, die Ausbeute dort jedoch nicht sehr ergiebig. Bevor ich in einem hellen Moment mal google ausprobierte und mit der Nase auf amazon gestossen wurde, ging die Akquise nur sehr schleppend voran, da auch keiner meiner bekannten Nerds (sonstige Freunde sowieso nicht) so alte CDs/DVDs in ihren Grabbelkisten finden konnte oder wollte, so sie meine Nachfragen ueberhaupt fuer voll genommen hatten. Haendler, die noch auf Restposten der diversen Jahrgaenge sassen, freuten sich natuerlich die Platze, fuer den Plastemuell noch den einen oder anderen Euro (in Einzelfaellen gar den unverschaemten Neupreis) zu verdienen, um ihre Lagerflaechen zu entlasten. Bei der Herbstausgabe 1998 war aber auch hier die Antiquitaetsgrenze erreicht, auch, wenn lustigerweise immer noch einzelne Haendler Fruehjahr '98 im Inventar listen, um mir dann bei Bestellung aus "Fehlinventarisierungsgruenden" abzuspringen oder – aus Vorfreude aufs Paket-Sicht noch schlimmer – einfach die aktuell verfuegbare Nachfolger-CD zu schicken. Die Recherche erbrachte interessanterweise noch andere Interessenten an den Scheiben, naemlich Hobby-Ahnenforscher. Und dort fand ich dann endlich den Schluessel fuer die noch fehlenden Telefonbuecher: Bibliotheken. Auch, wenn natuerlich keine der oeffentlichen Bibliotheken antike Telefonbuch-CDs rumliegen hat, kann man sich ueber das Konzept der Fernleihe alle deutschlandweit verfuegbaren Exemplare zukommen lassen. Und nachdem ich auch noch in das Erlernen des Unterschieds zwischen Staats- und oeffentlichen Bibliotheken 25 Euro investieren durfte, befinden sich nunmehr alle Silberscheiben auf dem direkten Wege zu mir. Ein Hurra auf ein Land, das Literatur nicht einfach verbrennt oder irgendwo vergammeln laesst, sondern fein saeuberlich aufbewahrt. Und einen verstaendnisloses Dreinstieren, wenn man den Fakt bedenkt, dass nun vier fragile Plastedatentraeger mit ein paar Megabyte historischer Informationen durch Deutschland gekarrt werden, wo es doch nun sogar fuer elektronische Medien eine digitale Ausleihe gibt. Zugegeben, der Umstand, dass man dort die elektronischen Werke "ausleihen" und "zurueckgeben" muss und dass jeweils nur ein "Exemplar" "ausgeliehen" werden kann, macht einen nachdenken. Fuer meinen Fall spielt das aber leider keine Rolle. Fuer meine werte Leserschaft nun noch die – in Saisonhinsicht relativ vollstaendige – Liste der bei mir verfuegbaren Ausgaben. Aufgefuehrt, damit Hacker mit aehnlichem Hobby auf der google-Suche vielleicht hier vorbeikommen und sich die Recherchearbeit sparen. Auch eventuelle Sachspender koennen hier ueberpruefen, ob ihre zuhause verstaubende CD noch nutzbringend Anwendung finden kann. Ueber die 4 CDs von 1996 bis Fruehjahr 1998 wuerde ich mich natuerlich immernoch freuen, da ein kurzfristiger Blick auf die Bibliotheksversion lange nicht so spannend ist, wie der Besitz des Originals. Ansonsten sind die "Map&Route"-Versionen der Telefonbuecher immer gerne genommen, weil auf denen Geokoordinaten Hausnummern- statt Strassen-genau mitgeliefert werden. In der Tabelle steht links D2 fuer DVD, Stand Februar und C9 fuer CD, Stand September des jeweiligen Jahres. Kommata im Namen wurden an Zeilenumbruechen auf dem CD/DVD-Cover eingefuegt, Punkte verbatim kopiert und bei "DasTelefonbuch" habe ich kein Space vergessen, das heisst seit Herbst 2003 wirklich so.
2008/02/07 19:27 Wahle beobachteIch bin einer von denen. Einer von diesen Stressern, die herumfahren und dabei zugucken, wie andere Leute Wahlen abhalten. Wahlen mit Wahlcomputern, um genau zu sein. Und sich das dann alles aufschreiben und stumm nicken oder murmeln oder mit dem Kopf schuetteln. Ich bin aber auch einer von denen, die dann im Namen des CCC an Pressemitteilungen schreiben und garstige Dinge ueber unsere Demokratie sagen. Und ueber die Wahlhelfer und die Ablaeufe und die Firmen, die versuchen, an der Wahl Geld zu verdienen. Zwischen diesen Persoenlichkeiten klafft eine Luecke. Wenn ich da draussen in fremden Doerfern im Rathaus stehe, oder vor Politikern, mit denen ich eigentlich nichts zu tun habe, dann faellt mir die Artikulation ploetzlich schwer. Dann stehe ich naemlich genau den Leuten gegenueber, die ich doch eigentlich meine. In dieser Konfrontation muss ich dann zu hoeflichen Floskeln greifen. Da stehe ich im Wahllokal vor den Wahlleitern. Dann muss ich Dinge sagen wie "natuerlich denke ich nicht, dass hier bei den Wahlen betrogen wird". Und das, wo ich doch eigentlich Dinge meine wie "Sie sind doch verdammt nochmal Beamter und haben einen Eid auf dieses Land geschworen und sollten sich darueber freuen, dass dieses Land Sie sicher und solide bezahlt und es sollte ihnen die zwei Stunden extra Auszaehlen wert sein." Und dann stehe ich vor den Lokalpolitikern. Und da muss ich auch Dinge sagen wie "natuerlich denke ich nicht, dass hier bei den Wahlen betrogen wird". Und das, wo ich doch eigentlich Dinge meine wie "Woher zum Geier soll ich wissen, dass Sie nicht betruegen. Ich kenne sie doch gar nicht. Und ich kenne auch keinen der Wahlvorstaende hier. Und Sie sind verdammt nochmal in der gluecklichen Lage, das Vertrauen Ihrer Waehler zu geniessen und die Verantwortung, die diese an Sie delegiert haben. Und Sie sollten diese Legitimation ueber jeden Zweifel erhaben auch in der Wahl gewonnen haben." Und dann sitze ich vor den Firmen, die den Gemeinden Wahlcomputer aller Coleur verkaufen wollen. Und dann sage so Dinge wie "Natuerlich denke ich nicht, dass ihre Wahlcomputer bei den Wahlen betruegen, aber..." Und das, wo ich doch eigentlich Dinge meine wie "Ihr wollt verdammt nochmal mit eurer Dilettantenhard- und software an der Demokratie verdienen. Und ihr werdet damit den Boesen Werkzeuge in die Hand geben, Wahlen zu ihrem Gunsten manipulieren zu koennen. Deswegen ist es eure Aufgabe, eine Transparenz herzustellen, die alle – und auch wirklich Alle – davon ueberzeugt, dass die Wahl demokratisch kein Rueckschritt ist." Und es ist – nicht! nein! – nicht so, dass ich mich darauf zurueckziehen moechte, Dinge zu sagen wie "Aber was, wenn spaeter einmal jemand kommt, der das mit der Demokratie nicht so genau nimmt." Weder den Wahlhelfern, noch den Politikern, noch den Firmen. Weil es so ist, DASS sie es mit der Demokratie nicht so genau nehmen, wenn sie in einer stillschweigenden Bequemlichkeitskonspiration Zeit gegen Geld eintauschen, das nicht ihr eigenes ist. Weil ich nicht den geringsten Grund habe, diesen Leuten dort heute mehr zu vertrauen, als potentiellen nachfolgenden Generationen von korrupten Politikern, Beamten oder Firmen. Weil die Zeitung schon heute voll ist mit Berichten ueber korrupte Politiker, Beamte und Firmen. Und dann sollte mich der gemuetliche Strickpulli und der Schnauzbart und die korrekte Brille meines Gegenuebers nicht davon abhalten, meine grundsaetzliche Distanz beizubehalten. Und meine Bescheidenheit sollte mich auch nicht davon abhalten, von den Damen und Herren die Mehrarbeit einzufordern, die eine wehrhafte Demokratie nun eben kostet und die im Kleinen anfaengt. Die dort beginnt, wo man der vielbeschworenen Verdrossenheit ein Zeichen entgegensetzt. Dass man es naemlich doch noch genau nimmt mit den Wahlen. Und ich sollte meinen dicksten Pullover anziehen und Euch das auch mal ins Gesicht sagen. Werd' ich aber nicht machen. Aber ich werde mich natuerlich wieder als Wahlhelfer melden. 2007/12/07 02:55 AusgeknipstEine der beeindruckendsten Erfahrungen in diesem Jahr war, den Sternenhimmel zu sehen. Und das nicht in der homoeopatischen Darreichungsform, die der Mitteleuropaer gewohnt ist. Nein, im direkten Kontrast zum Milchsuppenhimmel in Tokyo, an dem man mit viel Muehe den Polarstern ausmachen kann, habe ich kaum 72h spaeter mit dem Ruecken auf einer eher abgelegenen Strasse in einem abgelgenen Gebiet Nordaustraliens eine Ahnung davon erhalten, wie unsere Vorfahren wohl den Himmel erlebt haben. Der Anblick ist schwer zu beschreiben, man wird foermlich ueberwaeltigt von tausenden und abertausenden funkelnder Punkte, und ueberall, wo man meinte, dunkle Bereiche zu entdecken, werden sie beim genaueren Hinschauen mit noch mehr Sternen gefuellt. Waehrend der zwei Wochen Fahrt durch Australien habe ich diesen Himmel liebgewonnen. In Europa sieht es – wie eingangs erwaehnt – am Himmel ziemlich truebe aus. Durch Streuung in der Luft und partielle Reflexion in den hoeheren Schichten der Atmosphaere trifft man in Mitteleuropa nirgends mehr auf Orte mit aussergewoehnlich dunklem Himmel. Waehrend Slovenien in einem Gesetz aus dem Sommer dieses Jahres versucht, der Lichtverschmutzung Einhalt zu gebieten, fallen andere europaeische Staaten wie Belgien mit den nachts grell beleuchteten Autobahnen besonders stark auf Satellitenbildern auf. Daneben gibt es noch hunderte andere Quellen der Lichtverschmutzung, von schlecht gerichteter Strassenbeleuchtung ueber Reklametafeln, Diskoleuchtfingern, Flutlichtanlangen bis zum Strassenverkehr. Das Abblendlicht eines einzigen vorbeifahrenden Autos hat in der australischen Steppe auf der Stelle 75% der Sterne verschwinden lassen. Nun gibt es am Samstag abend um 2ooo Uhr in Deutschland eine umstrittene Aktion, fuer fuenf Minuten alle Lichter auszuschalten, die auf Energieverschwendung hinweisen soll. Ist mir eigentlich egal, nur – wenn sich alle daran hielten – bestuende die entfernte Moeglichkeit, auch in Berlin mal wieder die Milchstrasse zu sehen. 2007/11/24 21:28 LebensstilreflexionManchmal fragte ich mich ja sowieso schon, was mich zum Wohnen in diesem meinen Kiez getrieben hat. Nun hat die Zeit eine schonungslose Abrechnung mit der "Generation Prenz'lberg" geschrieben, die mir aus dem Herzen spricht und mich gleichzeitig doch selber so betrifft. Feine Schreibe und Dutzende zitatfaehige – den Nagel unglaublich genau auf den Kopf treffende – Saetze. 2007/11/24 12:49 Bekannte Gastgeber
Ein Eintrag aus der "note to self"-Rubrik. Heute: wie man trotz der bescheuerten openssh-Tools den Fingerprint eines Hosts aus der ~/.ssh/known_hosts
extrahiert. Geht in einer Zeile. 2007/08/31 00:43 PaukerIch hatte einen coolen Mathelehrer. Wirklich. Beim Wuehlen in meinen alten Gitarrennoten habe ich eine von ihm handschriftlich geschriebene Antwort auf einen schrecklich naiv-polemischen Beitrag meinerseits in der vor 13 Jahren gedruckten Schuelerzeitschrift gefunden. Das erste mal hatte ich in der achten oder neunten Klasse bei ihm Unterricht. Er sass im Schneidersitz mit einem Hüsker Dü-Shirt, ner zerrissenen Jeans und Chucks auf einer der vorderen Schulbaenke, wartete, bis alle Schueler im Raum waren uns machte sich einen Spass daraus zu beobachten, wie wir alle darauf warteten, wo denn der Lehrer blieb. Gleich nach dem Klingeln sprang er dann vom Tisch und begann mit dem Unterricht Nunja, ihm hatte ich zu verdanken, dass ich mir schon im zarten Abiturientenalter Robert Michels Zur Soziologie des Parteiwesens in der modernen Demokratie und die richtige Musik reinzog und spaeter selber zur Stromgitarre griff. Natuerlich hat er auch auf eine ziemlich stilsichere Art Mathematik heruebergebracht und mich sicher trotz meiner Faulheit durch das Abitur bugsiert. Als ich nun mal hinter ihm her recherchiert habe, stellte sich raus, dass er an der Schule die eine AG Schulband angeleiert hat, eine Kryptographie-AG betreut und noch immer im Kapuzi herumlaeuft. Schoen, dass der Schulbetrieb noch immer so starke Persoenlichkeiten zu bieten hat! Mal auf einem Ehemaligentreffen zu treffen versuchen. 2007/07/23 17:19 FruehstuecksueberwachungsvereinDas geschaetzte Frollein Halbe ist aufmerksame Testerin Berliner Fruehstueckslokalitaeten. Im von ihr mit Berichten versorgten Blog Fruehstueck in Berlin, das sich durch einen entspannten Podcast hervortut, habe nun auch ich meine ausgiebige Erfahrung mit der Berliner Fruehstueckerszene in einer Kooperation verewigt. Subscribieren, natuerlich! 2007/04/30 10:54 HerrenwitzIn den meisten Berliner Kneipen, also zumindest in denen, wo der sich anbahnende Geschlechtsverkehr ehrenamtlich ist, haengen in den Herrentoiletten Automaten, in denen der geneigte Herr Praeservative erwerben kann. Auf dem im Restaurant "Fellas", welches sich besonders dadurch hervortut, dass es auch Sonntags noch bis 17ooUhr Fruehstueck (und zwar Fruehstueck und kein
Brunch) anbietet, strahlte mich nun heute in Katerlaune folgender Anblick an, brachte mich zum lange nachdenken und rettete meinen Tag:
2007/04/19 15:06 Art and beautyEin Gutteil meiner Sozialisierung fand unter Nerds statt. Und nicht die Art Nerds, die sich primaer durch unansehnliche Karohemden auszeichnen und in den Oednissen des Linuxkernels vergraben. Auch nicht die Art Nerds, die mit Loetkolben und Phasenpruefer bewaffnet alles zerforschen, was ihnen in den Weg stellt (auch, wenn mir das nicht komplett fremd ist). Und schon gar nicht die Art Nerds, die das Netz fuer das hoechste der Gefuehle halten und, einmal im Jungle freigelassen, zwar nach 3 Stunden verhungern wuerden, aber fuer die letzten beiden Stunden noch Mail und IRC organisiert haetten. Nein! All diesen Nerdstaemmen begegnete ich erst deutlich spaeter. Dort, wo ich gross wurde, hat man die Bits noch mit der Hand gepflegt. In Assembler. Und man hat sie bevorzugt dahin getan, wo sie vor Farben spruehende Bilder unterlegt mit moderner Musik erzeugt haben. Ziel des Spiels war und ist es, mit moeglichst wenig Ressourcen (deren kuenstliche Verknappung noch zu den besonderen Disziplinen gehoert) beeindruckende echtzeitberechnete Filmsequenzen zu generieren. Dabei reichte das damals uebliche Spektrum von (Star Trek inspirierten) Sternenfeldern, Scrolltexten aller Coleur, Feuer- und Plasmaeffekten, 2,5D-Bildprojektionen bis zu Tunneleffekten, zum Echtzeit-Raytracing- und casting, zu Voxelspaces und zum Texture-Mapping und -Shading aller Art. Diese Sequenzen werden Demos genannt und ueblicherweise treffen sich die Nerds auf Demoparties, um sich in "Compos" gegenseitig ihr Produktionen vorzufuehren und darueber abzustimmen, welche am tollsten ist. Warum ich das alles schreibe? Zu Ostern habe ich kurz vorm Altwerden nochmal die Breakpoint besucht, um mich nostalgisch mit dem Jungbullenmief zu umgeben, der dort latent durch die Halle schwebt, oder hoeflicher: "Den Spirit zu atmen" sozusagen. Waehrend ich im Allgemeinen eher vom hohen Durchschnittsalter schockiert war (damals waren wir und alle anderen noch pubertierende Nerds), gab es doch ein paar altbekannte Gesichter zu gucken und bei den PC-Demos eine (leider nicht live erlebte) Kinnladenrunterklapp-Demo. Die Gruppe Farbrausch veroeffentlichte Debris (als Video). Das besondere an diesem, auch stilistisch sicheren und kuenstlerisch sehr kreativen, Film ist seine Dateigroesse. In rund 180 Kilobyte haben alle Texturen, Modelle, Kamerapositionen und Blickwinkel, die Beleuchtung, Bewegungsmuster der Objekte, der Programmcode zur Animation, die gesamte Musik und nicht zu vergessen der Datenblock am Anfang der .EXE, der dem Betriebssystem verraet, welcher Art die ausfuehrbare Datei ist. Zum Vergleich: 180kb divx sind kaum 2 Sekunden animiertes Bild in 1024x768, 180kb mp3 sind unter 10 Sekunden Musik, ein PC-Programm, das nichts weiter tut, als "Hello World" auf dem Bildschirm auszugeben, ist bereits 3kb gross. Einziger Wehrmutstropfen: durch die Konzentration auf den gebuersteten Stil und das, was Farbrausch am besten kann, Texturen und Objekte zu komprimieren, bleiben andere Arten von Effekten, die nicht von der Grafikkarte erledigt werden, zunehmend aussen vor. Aber ich glaube, dass ich erst ningeln sollte, wenn ich selber wieder mal an einer Demo mitgeschrieben haben. 2006/12/15 20:16 NikolausWie fuer jeden respektablen vierzehnjaehrigen Vorstadtpunker gehoerte auch fuer mich die Wahl der passenden Fussbekleidung massgeblich zur Definition des Erscheinungsbilds. Ein Rundumblick in meiner damalige Kohorte – besser gesagt auf deren Botten – verriet mir ziemlich schnell, wohin der Zug gehen sollte: Aus einem mir damals komplett verborgenen Grund heraus haben es Doc Martens Schuhe geschafft, in der links-intellektuell links-liberal und links-radikalen Szene zum shoe-to-wear aufzusteigen. Und die natuerlich moeglichst bunt – moeglichst ungepflegt, eventuell mit Gloeckchen an roten Baendeln und selbstbemalten Bluemchen auf dem Leder fuer die Maedchen, mit reichlich innovativem Fixierkram wie Gaffaband, Sicherheitsnadeln und Jeansbuegelflicken fuer die Herrn – und natuerlich mit Stahlkappe fuer die harte Fabrikarbeit und die taeglichen Pruegeleien mit den Rechten ;) Die Wahl der Schnuersenkelfarbe war natuerlich essentiell! Nie durfte man sich mit weissen blicken lassen, jene waren den Nazis und den Punks, die sich wie Nazis verkleiden, um sie dann besser verhauen zu koennen (fragt nicht, war so ;) vorbehalten. Mit roten und gestreiften war man schon von Weitem als eher radikalerer Linker zu identifizieren, die rosanen (naja.. eigentlich trug nur einer meiner Bekannten rosa Senkel) zeichneten Mitglieder der radikalen schwulen Szene aus. Mit schwarzen, so wie sie aus dem Laden kamen, outete man sich so irgendwie als Modepunk, hatte aber auch im Zweifel vor allen Radikalen Ruhe und lief (fuer damalige Verhaeltnisse) nicht mit Markenschuhen herum. Daran, mir mein eigenes Paar zu besorgen, fuehrte so natuerlich kein Weg vorbei – allein in Berlin waren diese Treter mit fast zwohundert Mark und einem Taschengeld von zwoelffuffzich in der Woche unerschwinglich teuer. Davon musste man sich naemlich auch noch die restliche szenetypische Verkleidung, wie Kapuzenpullis und bedruckte T-Shirts, heranschaffen. Wie es der Zufall so wollte, fuehrte mich mein Nerdhobby auf ein Geekzusammentreffen in London. Meine Eltern liessen fuer die Reise Kohle springen, schliesslich ging es ja auch um Weiterbildung und ich konnte die Welt kennenlernen, uuuuuuund – alle Punkerfreunde waren neidisch – gab es Geruechten zu Folge in London bei Shelleys Doc Martens fuer 30 Pfund, rund 90 DM. Dort hatte sich Doc Martens als lose Marke fuer alle Hersteller von billigen Arbeiterbotten gehalten und es war schwer, mit den Preisen anzuziehen. Ueberhaupt koenntet ihr euch mal mit der Geschichte und dem eher unruehmlichen Ende der Marke (fuer mich) vertraut machen. (Hier noch mehr.) Fuer mich war ganz klar, dass ich die Chance nutzen musste, mir die Schuhe dort zu kaufen. Neunzig Mark waren jedoch auch kein Pappenstiel. Also machte ich meine ersten Versuche mit der Marktwirtschaft als Schuhverkaeufer. Ich sammelte Bestellungen ein schlug dreiste 20 Mark drauf, von denen ich jedoch nur zehn offiziell als Aufwandsentschaedigung deklarierte, die andere Haelfte log ich mit hoeheren Einkaufspreisen, stark schwankenden Wechselkursen und grosszuegigem Aufrunden zusammen. Am Ende musste ich nur noch zehn Mark aus meiner eigenen Tasche bezahlen, was ich fuer eine Reise nach London und ein paar In-Boots als ziemlich lockeren Deal empfand. Ironischerweise waren das wirklich die billigsten Boots, die ich jemals gekauft habe (selbst bei unsubventioniertem Preis), welche dann mit drei Jahren fast durchgaengiger Benutzung auch noch am laengsten gehalten haben. Schon die direkt im Anschluss gekauften Docs gaben bereits nach einem halben Jahr ihren Geist auf, da die Marke nun offiziell zur Modeschuhmarke verkommen war. Leider hatte ich meiner Tollpatschigkeit wegen die Stahlkappe extrem liebgewonnen. Nach allem, was mir da schon draufgefallen ist, wuerden mir heute bestimmt eine handvoll Zehen fehlen. Die Marktsituation bei den Stahlkappenboots war aber nicht besonders rosig: Die Naht ueber der Kappe, wie sie andere Hersteller drauftun, finde ich schlicht haesslich. Aufgenaehte Flammenmuster auch. Gluecklicherweise entdeckte ich die (in Google einfach unauffindbare) Schuhfirma Tredair, die erstens im Gegensatz zu Doc Martens nicht Kinder in Vietnam und China naehen laesst und zweitens auch einfach viel tollere Schuhe macht. Die Naht am Hacken faengt nicht schon nach zwei Wochen Benutzung mit Aufdroeseln an, da noch liebevoll ein Stueck Leder herumgenaeht ist, die Pappe unter der Kappe bricht einfach selbst mit meinen destruktiven Zehen nicht. Meine letzten haben anderthalb Jahre gehalten und das ist eigentlich mehr, als man von taeglich und ueberall getragenen Botten erwarten kann. Als ich jedoch vor zwei Wochen bei meinem lokalen Stammdealer Nachschub holen wollte, fiel ich fast aus allen Wolken: Zehnloch gibt es gar keine mehr und Achtloch kaemen erst wieder rein. Die Produktion scheint eingestellt, oder nicht mehr zu lohnen, oder allein der Import nicht mehr zu lohnen, kurzum: Ich machte mich auf eine Recherchereise im Internet, um eventuell direkt von Werk zu ordern oder vielleicht einen obskuren Importeur zu finden. Aber nix! Man findet sie ueberhaupt kaum und wenn, dann in Farben, die erklaeren, warum sie noch zu haben sind oder als schmucke Halbschuhe. Und heute... heut habe ich dann wenigstens noch die Achtloch eingesackt. Und zwar gleich zwei Paar. Man weiss ja nie, wie lange es die noch gibt... 2006/11/12 04:12 WahlhelferMit zwoelf wurde ich das erste Mal Zeuge einer freien, geheimen demokratischen Wahl. Mein Vater nahm mich nach dem Sonntagskaffee mit in unser Wahllokal. Die Helfer waren aufgeregt und die Stimmung feierlich. In einer Ecke sass der frisch arbeitlose Offizier und zaehlte die Waehler – aus reiner Gewohnheit. In der anderen wachte der oertliche Buergerbewegte seinerseits ueber den ordentlichen Ablauf. Ich war ein unertraeglicher Klugscheisser und wollte natuerlich nicht glauben, dass es keine Moeglichkeiten zum Betrug gaebe. Also piesakte ich meinen Papa mit dutzenden "aber was, wenns" – doch all mein angestrengtes ausgefuchstes Nachgruebeln konnte nichts zutage foerdern, wie die Wahl zu manipulieren sei. Vom anfaenglichen Fuellstand der Wahlurne ueber die Anzahl der Stimmzettel pro Waehler bis zum Zusammenzaehlen der Stimmen anhand von Kreuzen in bestimmten Kreisen – die gesamte Prozedur konnte buchstaeblich von einem Sechstklaessler ueberwacht werden. Sogar die korrekte Uebermittlung der Ergebnisse aus dem Wahllokal konnte ein Blick in die Lokalzeitung am naechsten Morgen bestaetigen. Auf mich machte all dies gehoerigen Eindruck. Wer immer sich dieses Verfahren ausgedacht hat, hatte absichtlich fuer alle Probleme die einfachste, uebersichtlichste Loesung gefunden. Sechzehn Jahre spaeter sehe ich fassungslos Bilder aus Cottbus. Dort verwandeln Waehler ihre Stimme in schmucklosen grauen Plasteboxen in den Ladungszustand von ein paar Flipflops im Innern veralteter Prozessoren in Computern aus den Gruenderjahren. Und ploetzlich stelle ich mir vor, wie ein kleiner vorlauter Dreikaesehoch seinem Papa ordentlich mit Fragen einheizt. 2006/10/21 01:04 DruckeHab beim Stromern durch den lokalen Saturn wegen "wie billig ist _DAS_ denn?!" einen HP LaserJet 1018 fuer sagenhafte 78EUR geshoppt. Boeses Erwachen kam natuerlich zu hause: der Drucker laeuft nicht nur sprichwortlich nur unter Windows, sondern NUR unter Windows. So mit Firmaware uebers USB-Interface in Raw auf den Drucker schreiben und einer PostScript-Rastersoftware, die auch nur unter Windows laeuft. Auch Versuche, den mittels schwierige-Faelle-Framework foo2zjs anzusteuern, schlugen schwer fehl. Schade drum. Zweiter Versuch dann mit vorher Informieren: der guenstigste Netzwerk- und PostScript (sogar Level 3)-faehige Drucker am Markt ist im Moment der Samsung ML-2571N. Ausgepackt, ans Netz gesteckt, DHCP-Adresse vermittelt, IP in den Drucker-Dialog eingetragen, 120-Seitendokument gedruckt (naja die ersten 32 Seiten ;)... bin begeistert. Jetzt mal gucken, wie lange der haelt... macht aber einen soliden Eindruck. Achja, Preis mit Versand: rund zwohundert Euro. Daumen: hoch 2006/10/18 02:19 HirschHeute lecker Hirschbraten auf Knoedel und Apfelrotkohl im lokalen Hausmannskostladen Kartoffelkeller (uh man, welch heroisches Beispiel, wieso man bei der Webpraesenz weder am Design noch am Domainnamen sparen sollte)... Und dabei ist mir aufgefallen, dass man eigentlich sicher sein kann, nix aus Massentierhaltung zu vertilgen, wenn man sich von aussergewoehnlichen Tierarten ernaehrt. Mjam. 2006/10/11 17:14 NeunzehnvierundachtzigDas Akku meines Normalerweise passiert das, wenn er ne neue defaultroute bekommt, heute jedoch hatte ich vorher schon mit meinem Rechner gearbeitet und mich erstmal gewundert, warum Safari schlicht stehenbleibt und nicht auf Eingaben reagiert. Zudem warf ich ein laenger dauerndes wget an. Nachdem ich den Zeitabgleich dann haendisch angeworfen hab, erbrach sich wget folgendermassen in meine Konsole: 19% [====> ] 315,586,864 0.32B/s retr.c:291: failed assertion `msecs >= 0' Abort trap Mjam. Millisekunden rumgewrappt, 22 Jahre waren dann doch zu viel fuer die fancy progress bar implementation. Da MUSS man natuerlich sofort das Handtuch werfen. NachtragUnd natuerlich enttaeuscht mich wget auch beim weiteren Herunterladen eines 2298815162 Bytes langen Files nicht:
HTTP request sent, awaiting response... 200 Coming Up
Length: -1,996,152,134 [application/octet-stream]
[ <=> ] 1,226 --.--K/s
19:59:08 (11.69 MB/s) - `<FILENAME>' saved [1226/-1996152134])
Und nein, es ist nicht der Webserver, der da die Content-Lenght so rausgib:
HTTP/1.1 200 Coming Up Content-Type: application/octet-stream Server: Gatling/0.9 Content-Length: 2298815162Qualitaetssoftwaere. 2006/10/08 18:53 Humankapital in der AufmerksamkeitsoekonomieAb und zu gehen mir komplexe Gedankengaege durch den Kopf, die mich erst ernsthaft ruhen lassen, wenn ich sie niedergeschrieben habe. Wenn sie dann fertig formuliert sind, weiss ich nicht, wohin damit. Da bietet sich doch mein Blog foermlich an. Wenn mich also jemand fragt, wieso ich es bedenklich finde, wenn Jugendliche wochenlang World of Warcraft spielen, warum Spam nicht einfach nur eine Annoyance ist, sondern die Gesellschaft erodiert und wieso auch in seltsamen amerikanischen Prozessen Fettleibiger gegen Nahrungsmittelkonzerne ein Koernchen Wahrheit steckt, wenn ich begruenden soll, warum die Gruenen einst links waren und nun konservativ sind, kann ich auf diese Gedanken verweisen. Humankapital in der AufmerksamkeitsoekonomieEs faellt schwer, mit einem Kapitalisten zu diskutieren, der mit der leicht erfassbaren Groesse Geld ein maechtiges Werkzeug hat, seinen Erfolg zu messen, waehrend man selber nur mit weichen Groessen argumentieren kann. Alle Argumente, die man eigentlich mit gesundem Menschenverstand von allein erfassen sollte, muss man dabei in monetaere Ausdruecke abbilden. Man mag dies zynisch nennen – und ich fuer meinen Teil mache mir die Argumentation nicht unbedingt zu eigen – die nachfolgenden Ueberlegungen sollen der Versuch sein, das Humane, das Soziale in der sozialen Marktwirtschaft fuer Kapitalisten erfassbar zu machen. Das ewige Streben nach Kapital, nach privatem Kapital, um genau zu sein, führt zu einer Privatisierung oeffentlichen Guts. Privatisierung ist natuerlich gewollt: ein Stueck Land abstecken, sein Haus drauf bauen, ein paar Tiere halten, Werkstatt oder Buero im Erdgeschoss – mensch gab der Gesellschaft im Optimum mehr zurueck, als er ihr wegnahm. Das Ende der Zeit, in der ungenutzte oeffentliche Ressourcen reichlich vorhanden waren, brachte jedoch den Bedarf einer genauen Quantisierung der privatisierten Gueter. So kann Zeit, die ein Buerger fuer Erwerbsarbeit aufbringt, nicht mehr dem gesellschaftlichen Leben, Kunst und Kultur, Politik und Sozialem gewidmet werden. Den Gewinn aus der Privatisierung der Arbeitskraft teilen sich Arbeitgeber- und nehmer in marktwirtschaftlich ausgehandeltem Verhaeltnis. Die privatisierte Zeit seiner Buerger verkauft die Gesellschaft in Form von Steuern auf das Einkommen. Diese Steuern erkaufen nun anderen Buergern, die nicht aus kapitalistischer Erwerbsarbeit leben, Gueter zurueck, die sie zum Ueberleben und zur Teilnahme an der Gesellschaft brauchen. Darueber hinaus geben diese gesellschaftsfinanzierten Buerger – als Lehrende, Kuenstler, Polizisten – der Gesellschaft Gueter wie Bildung, Kultur und Sicherheit zurueck. Nun gibt es – neben Grund und Arbeitskraft – auch weniger offensichtlichen Besitz einer Gesellschaft. Bildung, Kultur und Sicherheit wurden bereits erwaehnt und lassen sich mit ein wenig Phantasie auch wieder als direkt kapitalistisch verwert- und privatisierbare Groessen erfassen. Unverschmutzte Umwelt wurde als gesellschaftlicher Wert verstanden, dessen Verbrauch der Gesellschaft – bespielsweise in Form von Emissionszertifikaten – zurueckerstattet werden muss. Es gibt gesellschaftliche Werte, die nicht direkt privatisiert werden. Man denke an Leben ohne Angst. Fuer den Absatz von Waren und Dienstleistung wird dieses Gut von der Sicherheitsindustrie, der Presse und Politikern vernichtet. Als Hersteller von Alkoholika erwirbt man das Recht, Buergern den Verstand zu vernebeln, in Form von Rauschmittelabgaben. Die Gesundheit des durchschnittlichen Gesellschaftsmitglieds wird von der Nahrungs- und Genussmittelindustrie aufgezehrt. Traditionelle Tugenden wie Fleiss, Bescheidenheit, Fuersorge und den Drang, sich zu bilden, werden durch moderne Medien und Werbung entwertet. Zeit, die nicht fuer Erwerbsarbeit verwendet wird, ist hart umkaempft: die Unterhaltungsmedienindustrie verfuehrt zum passiven individuellen Konsum von Fernsehsendungen und Computerspielen. Die zur Verfuegung stehende Aufmerksamkeit wird weiter von Werbebotschaften aufgebraucht – man denke an die Berieselung in der Kaufhalle, Spam und Banner im Internet, Werbeanrufe und Promotionteams in Fussgaengerzonen. Die Verfuegbarkeit von Aufmerksamkeit jedoch ist Wegbereiter fuer viele soziale Werte, Ablenkung verhindert somit deren Schaffung. Bildung – man denke an Kinder und Jugendliche beim gewohnheitsmaessigen Spielen in virtuellen Welten, Erziehung – nicht nur der Nachwuchs laesst sich seine Zeit stehlen und Hilfsbereitschaft – Unwissen und Ignoranz den Problemen der Naechsten gegenueber erwaechst aus der Isolation des puren Konsums – sind nur einige der Beispiele. Ueberhaupt ist in einer Informationsgesellschaft nicht mehr die Arbeitskraft als solche, als vielmehr ein zu verteilendes Budget von Aufmerksamkeit, die man den Informationen schenken kann, das massgebliche Gut. Wir leben inzwischen in einer Aufmerksamkeitsoekonomie, in der dieses – in der Gesellschaft nur begrenzt vorhandene – Gut nicht leichtfertig privatisiert, oder indirekt als Folge der Privatisierung verschwendet werden darf. Als Ausgangspunkt fuer eine moegliche Kompensation steht ein Abschaetzung des Werts von Aufmerksamkeit an. Die genaue Menge an verbrauchter Aufmerksamkeit fuer ein Stueck veroeffentlichter Information ist wohl genauso schwer zu bestimmen, wie positive Aspekte, die beispielsweise der Medienkonsum der Gesellschaft gibt – auch Fernsehen und die Benutzung von Computern koennen Werte wie Vermittlung von Bildung und den Aufbau von Netzwerken schaffen. 2006/07/04 15:07 Dieses erlischt zu einer I Liebe
Automatische Uebersetzungen sind seit deren Aufkommen generell Quell der Freude bei humorvollen Menschen aller Art. Die eigene Ueberlegenheit ueber die Maschine
wird auf den Gebieten, auf denen sie noch waehrt, genuesslich zelebriert. Taiwanesische Gebrauchsanweisungen muessen fuer den Beweis herhalten, wie sehr uns das
Beherrschen des kulturellen Kontexts von Computern abhebt, deren Genauigkeit, Geschwindigkeit und Ausdauer mensch sonst nicht gewachsen ist. Dieses erlischt zum einem I nach links nach Eine einfache Stütze - meine Zeit besetzen Dieses erlischt zur einer I Liebe dem Original aehnelt, ist es doch sicher eine Herausforderung an die sprachliche Intelligenz, aus den Uebersetzungen das Lied zu erraten. Die Uebersetzung des Beispiels findet man hier. Weitere Raetsel gibt es hier, hier und hier. 2006/01/22 17:24 Bei genauerer Betrachtung... ist Tim doch schon ziemlich cool. Fehler zugeben rockt. 2006/01/14 18:02 10 Sekunden zappeln bei 5000bpm
Die goldene Elektrikerregel lautet: "behandle jedes Kabel so, als ob dort Strom drauf waere". Macht total Sinn! Aber der Reihe nach. 2006/01/02 04:31 Vollkaskodeure
Nachdem sich Fefe in seiner unnachahmlichen Manier ueber Apple und Mac OS und vor allem das "seinen Verwandten Mac
OS Ueberhelfen" elaboriert hat, wuerde ich nach einem Jahr Benutzung eines 12"-PowerBooks meine Gedanken gern festgehalten wissen. 2005/12/18 14:14 Spam
Kommen, sie! Kommen sie, kaufen sie! Eintrittskarten fuer die fruehste Band der
Welt, die auf ihrer Welttourne in Berlin gastiert, genauer gesagt: am Montag dem 19.12.2005 in der Junction Bar in Berlin. Es gibt dutzende neuer Lieder,
Freibier (fuer die Band, wenn ihr alle reichlich erscheint), lustige Raetseleinlagen und eine echt knuddelige
Vorband! 2005/12/11 00:17 Filmkritik
Mit Filmverrissen lehnt man sich ja meist ziemlich weit aus dem Fenster: Man sei doch eh kein Cineast und solle doch mal jeden sein Urteil selber faellen lassen,
vielleicht gefiele es ja doch wem und man muss sich seiner Meinung rechtfertigen... Die Alternative ist jedoch, dass, wenn man einen Scheissfilm gesehn hat und
nicht davor warnt, gute Kumpels vielleicht Zeit und Geld verschwenden. 2005/11/26 05:42 BefreitIch bin ja normalerweise nicht so der ein-URL-Poster, aber das hier finde ich spannend: Laut dieser Karte von 1945 wurde mein neuer Wohnort am 25. April 1945 von der von Osten anrueckenden Roten Armee befreit. Mehr Karten von Berlin, auch Kaempfe um den Reichstag gibt es auch. Danke, Sascha. 2005/11/21 02:48 Wedekind
Oben genannter Autor hat zu erdgeist folgendes zu sagen: Greife wacker nach der Sünde; Aus der Sünde wächst Genuß, Ach du gleichest einem Kinde, Dem man alles zeigen muß. Meide nicht die ird´schen Schätze: Wo sie liegen, nimm sie mit. Hat die Welt doch nur Gesetze, Daß man sie mit Füßen tritt. Glücklich wer geschickt und heiter über frische Gräber hopst. Tanzend auf der Galgenleiter Hat sich keiner noch gemopst. 2005/11/07 02:15 Trendsetter
Wie jeder bedeutende Teenager der
etwas auf sich haelt, war ich schon frueh vom Gefuehl geplagt, alle aufkommenden Trends
deutlich eher als alle anderen wahrzunehmen. Man findet eine kleine Lokalband, stellt sich als (fast) einziger ins Konzert und ein Jahr spaeter werden sie in der
Bravo gefeatured. Am Ende muss man sich noch rechtfertigen, dass man doch eher Mitbegruender des Hypes war und nicht schlicht Mitlaeufer. Daneben gibt es
natuerlich immer noch Acts, die klein geblieben sind und man freut sich, wenn man ein Plakat von denen sieht und traegt dann brav weiter seine 3EUR
Eintritt zum Konzert, statt 15EUR bei den "shooting stars".
2005/11/01 04:23 Grundsatz
Ich entsinne mich an der Stelle mal des Grunds, weshalb ich dieses Blog ueberhaupt angefangen hab: es ist fuer mich. Ich wollte spaeter darauf
schauen und nachvollziehen, wieso ich welche Entscheidung in meinem Leben getroffen habe. Ein Fotoalbum in meinem Kopf, und wenn es farbig genug ist, bei den
Lesern Bilder hervorzurufen, die sie nicht gesehen haben, sollte es fuer mich in 40 Jahren auch noch reichen.
2005/10/17 06:21 Nerd Fame
Endlich habe ich es geschafft, meine Fussstapfen in meinem Lieblings-OS zu hinterlassen: ein eigener FreeBSD-Port. Und nicht nur ein Port irgendeines Programms,
nein, in 2005/08/09 16:50 RekreationEs wird ein heisser Sommer werden. Neben dem Serverumzug und meinem Umzug nach Prenzlauer Berg (Ja!, ich kehre dem Friedrichshain den Ruecken), werde ich noch ein wenig Waldbrandgucken fahren. Los gehts direkt nach dem Gig in der C-Base fruehs um 6 von Schoenefeld. Ich melde mich, wenn die Gefahr vorrueber ist. 2005/08/05 03:03 KnastHorst
Auf meinem gute-Freunde-Shell-Server, auf dem auch diese edle Seite liegt, hatte ich bisher ein
FreeBSD4.(5-11) installiert. In diesem wurden 14 sogenannte Jails gefahren. Das ist der
FreeBSD-Ansatz, chroot soweit zu treiben, damit in virtuellen FreeBSD-Systemen root-Rechte
vergeben zu koennen, ohne damit die Integritaet des Hostsystems zu beeintraechtigen. 2005/07/22 18:48 Unparteiisch
Ich selber bin kein Mitglied einer Partei, aber dachte schon immer darueber nach, was denn die Parteien ausser Bargeld im schwarzen Koffer und
Wahlkampfkostenrueckerstattung so einnehmen. Fuer die groesseren Parteien hier nun die Mitgliedbeitraege, die ein Durchschnittsverdiener (1000EUR Netto im Monat)
monatlich mindestens zu berappen hat. Ich persoenlich kenne viele, die freiwillig mehr bezahlen, andererseits haben viele Parteien auch Sozialregelungen. Dies
sollte sich im Mittel aber ausgleichen.
2005/07/08 14:19 One more thing
Als der Cryx verzweifelt versuchte, alle "mal Kaffee trinken gehen"-Zusagen in seinem iCal unterzubringen, zusammen mit Arbeit, Veranstaltungen und Urlaub, kam
mir _DIE_ grandiose Idee, wie Apple das Produkt massgeblich verbessern koennte: 2005/06/13 14:55 Feiervolk
Gestern gab es statt Probe Musik anhoeren. Die Band von Susi hat das erste Mal live gespielt. Klassische Besetzung plus Geige und Bratsche. Interessante
musikalische Basis (allesamt Musikstudenten), leider nur 3 eigene Songs zum Eindruck gewinnen. 2005/06/11 21:43 Kulturflatrate - Haben wir doch schon
Ich hatte heute auf dem Projekt-P die Freude, einer Diskussion ueber Filesharing beizuwohnen. Ich habe mich wirklich aufgeregt. Frank wohl auch. Nerds projezieren ihre tumbe Welt- und naive Gerechtigkeitssicht auf die Musikindustrie "jeder wuerde
doch natuerlich freiwillig bei Konsum eines Kunstwerks dem Kuenstler Geld zukommen lassen, das Problem ist nur, dass es nicht geht". Die freiwillige Mitarbeit an
freier Software wird zur Verpflichtung an alle ausgelegt, den selben Altruismus an den Tag zu legen. 2005/05/28 22:58 Was angerichtet
2005/05/28 03:52 Ablenkung
Zeit fuer sich und zum Nachdenken zu haben, bringt fuer mich zur Zeit eher Aerger und Truebsal mit sich. Um dem zu entgehen, muessen um mich herum einfach gerade
viele Dinge passieren. Arbeit ist herausfordernd und spannend, die Band floriert, ich seh Leute, die ich schon eine echte Weile nicht mehr gesehn hab, tue
Dinge, die ich mir schon immer mal vorgenommen habe, morgen gehts zum Beispiel zu Opa, Keller ausraeumen, heute war ich noch im Club
2005/05/27 20:02 Offizieller Sommer
Ich hab ja nun schon foermlich darauf gewartet, wann denn mal der Stoff ausgeht und ich uebers Wetter bloggen muss. Hier ist es nun also: es ist Sommer: man kann
nachts ohne frieren mit kurzer Hose Moped fahren, man muss sich extra zwingen, seinen Mitmenschen in die _Augen_ zu gucken und Fruehstuecken in der Knalllesonne
erinnert an die schoensten Urlaube. Hier sei mal das 3-Euro Fruehstueck-Brunch-Abendbrot-Angebot in der Boese Buben Bar in der Marienstrasse lobend erwaehnt.
Sonnengarantie dank Suedseite. 2005/05/27 14:37 Beobachtungen
Ich hab mir, wie bereits berichtet, den neuen Communicator er-ebay-t. Vorab, bei aller Kritik, die man als Nerd natuerlich auch immer am fast Perfekten hat: ein
cooles Geraet! Endlich GPRS und Bluetooth, ein Prozessor mit zeitgemaessem Takt - habe ich ja alles schon mal geschrieben. Was ich nicht gedacht haette, dass ich ernstlich
Gefallen an der Kamera finden wuerde. Nicht, dass ich mich jetzt zu MMS-Spielchen hinreissen lassen wuerde, wo es doch Bluetooth gibt, aber so als "nette
Location, mal fuer ein Shooting festhalten"-Moeglichkeit, die man immer mit sich rumtraegt, ist es schon nuetzlich. Ausserdem entsteht daraus ja auch gerade eine
Kunstform. Ich hab da mal 2005/05/26 17:00 Signale
Ein Gebiet der Informatik, um das ich mich bisher rumgeschlaengelt habe, ist Signalverarbeitung. Ich hatte eine naive Vorstellung davon, wie das mit dem Sampeln
so funktioniert, hab grob an den Knoepfchen von Softwareequaliziern herumgespielt und beobachtet, was passiert. Aber in der Vorlesung Grundlagen der Signalverarbeitung an der Uni hatte ich
mich mit einer vier durchgemogelt, weil ich wohl spannendere Dinge zu tun hatte. Was ich eigentlich schade fand, weil Prof. Meffert eine angenehme Art hat, Dinge
zu erklaeren. 2005/05/26 16:27 Deppen
Ich bin ja ein heimlicher Fan von Zwiebelfisch. Auch wenn ich mich mit meinem Drummer elendig lange
streiten kann, in wie weit der pflegliche Umgang mit seiner Muttersprache deren natuerlicher Weiterentwicklung entgegensteht, auch wenn ich mich verteidigen
muss, wie kleinkariert ich doch sei, wenn mir wegen dem Genitiv spontan Pickelchen auf der Iris spriessen. Ungeachtet der Tatsache, dass ich zuweilen Leuten auf
die Nerven gehe, die Superlative am maximalsten geil finden. Nein! Ich stehe dazu, dass ich eine sprachkonservative Quaengelbacke bin. Die neue Rechtschreibung
ist mir ein Graus und Rechtschreibe- und Grammatikfehler in gedruckter Form, zum Beispiel auf Werbeplakaten oder an Buden, tun mir ehrlich weh, weil sie als
Multiplikatoren flegelhaften Umgangs mit der Sprache Wiedererkennungseffekte ausloesen. 2005/05/24 02:11 Fotoblog
Nachdem der Cryx einen Imagefeed aufgemacht hat, fuehlte ich mich gleich animiert, das mit meinem
frisch bei ebay erstandenen Communicator gemachte
2005/05/07 16:08 Ch-Ch-Ch-Ch-Changes
Manno, werd' ich alt. Nachdem die Einweihungsparty bei Bert nicht so recht in Schwung kommen wollte, hab' ich mir den Cryx geschnappt, um noch einen
lustigen Junggesellenabend zu verleben. Dazu sind wir erst zum Osthafen gerollert. Dort war eine Party mit elektronischer Musik im Gange. Ich fuehlte
mich ein wenig underdressed, dem Cryx war die Musik zu langweilig. Das anschliessende Couchen zu einem Schwarzweissfilm bei mir fuehrte dazu, dass ich
meinem Besuch umgehend ins Schnarchland entfloh. Tolle Wurst. Zu meiner Rechtfertigung kann ich einzig anbringen, dass mich das fruehe Aufstehen zur
Uni nun genau jeden Tag um halb neun von allein aufwachen laesst und ich bei Baerbel vorher extrem lecker und viel von Spargel mit Putenschnitzel und
selbstgemachter Sauce Hollandaise vertilgt habe, was schonmal zu einer Grundtraegheit fuehren musste. 2005/04/26 21:18 Tintenpisser
Ich bin jetzt endgueltig offiziell und unumkehrbar sauer und verspuere Hassgefuehle
gegenueber dem Druckerhersteller hp. Dass sie mich mit
fiesen Tricks dazu zwingen wollen, ihre eigenen Patronen zu kaufen, ist zwar nicht pc,
kann ich aber ob der stark subventionierten Drucker noch ein Stueck weit nachvollziehen.
2005/04/26 01:14 Auf gut Glueck
Heute haben sich die DreiEuroFuffzich fuer die Sneak
mal wieder richtig gelohnt. Der Film Netto
kommt unglaublich liebenswert daher, spielt in der Eberswalder plus Kiez, macht einen
Lachen und aufgrund seine Authentizitaet peinlich beruehrt Weggucken zugleich.
Angucken! 2005/04/22 03:30 Quartalsblogger
Fruehling rockt! Die Grillsaison hat
wieder begonnen, das neue
Semester hat neuen Schwung in meine muede gewordenen Gehirnzellen
gepumpt, die Band entwickelt sich langsam in Richtung etwas Ernstzunehmendem. 2005/04/11 19:11 Schnitte
Im Matheunterricht war das mit dem Schnittpunkte berechnen immer total
popelich. Man hat schnell mal so Anstiege berechnet, oder abgeschaetzt,
dass diese oder jene Gerade weil senkrecht ja einfach nur Einsetzen in die
Geradengleichung der Anderen bedeutet. n1 = y0*(x2-x3)+y2*(x3-x0)+y3*(x0-x2) n2 = (y1-y0)*(x3-x2)+(y3-y2)*(x0-x1) sx = x0 + n1*(x1-x0)/n2 sy = y0 + n1*(y1-y0)/n2Hierbei ist n2 gleich ne Determinante: ist sie kleiner null, ist A->B eine Linkskurve, ist sie gleich null, sollte man nicht dividieren, weil die Geraden parallel sind und der Taschenrechner "E" ausgeben wuerde. Ist n2 groesser null, hat man von A->B eine Rechtskurve. 2005/03/14 18:46 LotEin weiterer Eintrag in mein Notizblog, weil ich keinen Bock habe, das immer wieder neu von Hand auf Papier auszurechnen: fuer eine gegebene Strecke S(x0,y0)(x1,y1) und den Punkt P(xp,yp) berechnet man den Fusspunkt F des Lots von P auf S mit der folgenden Formel: q = (xp-x0)*(y1-y0)-(yp-y0)*(x1-x0) r = (y1-y0)*(y1-y0)+(x1-x0)*(x1-x0) x = xp+q*(y0-y1)/r y = yp+q*(x1-x0)/rWenn man r um C vervielfacht, erhaelt man einen Punkt auf der Strecke P-F im Verhaeltnis 1:C. Update:Dasselbe funktioniert auch mit (x0,y0) als Stuetzpunkt und q als Koeffizient. Damit kann man ziemlich leicht sehen, wo (und ob ueberhaupt) auf der Strecke S der Fusspunkt des Lots auftrifft. In diesem Falle ist dann q/r im Interval [0,0..1,0]. Die Formeln: q = (x1-x0)*(xp-x0)+(y1-y0)*(yp-y0) r = (y1-y0)*(y1-y0)+(x1-x0)*(x1-x0) x = x0+q*(x1-x0)/r y = y0+q*(y1-y0)/r 2005/02/10 03:26 Messlatte
Ich muss mich an dieser Stelle mal wieder outen. Ich bin einfach noch nicht in der Blogosphere angekommen. |